Korallensterben im Golf von Thailand
Studie ergab weiter: Schildkröten-Population ist rückläufig
Im Golf von Thailand ist nahezu die Hälfte der Korallenriffe beschädigt. Als Hauptursache werden neben dem erwärmten Meerwasser touristische Aktivitäten ausgemacht. Ausflugsschiffe und Taucher haben an den Riffen ihre Spuren hinterlassen.
Das Marine and Coastal Resources Department startete im Vorjahr eine umfassende Studie. Sie wurde im Juni abgeschlossen und jetzt veröffentlicht. Danach gelten 49 Prozent der Korallen im Golf von Thailand als beschädigt, in der Andamanisches See sind es hingegen nur 26 Prozent. Die Verfasser des Gutachtens begründen den erheblichen Unterschied in beiden Meeren damit, dass an der Westküste die örtlichen Reiseagenturen und Urlauber besser kooperieren und die Meeres-Ökologie mehr schützen. Ähnliche Erfolge stehen an den Küsten des Golfs noch aus.
Die grössten Zerstörungen werden aus den Provinzen Chonburi (30%), Prachuap Khiri Khan (27,5), Trat (22,8), Surat Thani (22,5) und Chumphon (20,2) gemeldet. An der Andamanischen See sind es Ranong (24), Phuket (21,3), Phang Nga (21), Krabi (10) und Satun (6).
Die Korallenriffe in Südostasien gelten aufgrund ihrer Artenvielfalt zu den reichhaltigsten der Erde und sind besonders gefährdet. Ursachen dafür sind vor allem die Küstenentwicklung mit intensiver Bauaktivität und starkem Tourismus sowie Fischerei und Raubbau an den Korallen selbst. Auch Bakterien spielen beim Korallensterben eine Rolle, zumal sie sich in erwärmtem Meerwasser stark vermehren und Korallenpolypen schädigen.
Für die weit verbreiteten Fälle von Korallenausbleichung kommen Umweltverschmutzung, globale Erwärmung und Ultraviolettstrahlung in Frage. Ausgebleichte Korallen regenerieren sich nur sehr schwer. Es kann mehrere Jahre dauern, bis ein Riff wieder die ursprüngliche Farbe hat.
Die Forscher haben weiter ermittelt, dass die Zahl der Meeresschildkröten dramatisch zurückgeht. Früher suchten diese Tiere in Thailand zur Eiablage zehn Strände auf, heute sind es nur noch drei: Koh Kham in Chonburi, Koh Huyong in Phang Nga und Koh Kra in Nakhon Si Thammarat.
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