Leichtathletikfans blicken nach Pattaya
37 Länder sind bei den ersten Asiatischen Hallenmeisterschaften vertreten
Drei Tage blicken Asiens Sportfans nach Pattaya. Vom 13. bis 15. November werden hier anlässlich der 1. Asiatischen Hallenmeisterschaften die Leichtathletikwettbewerbe ausgetragen. Für dieses bedeutende Sportereignis wurde eigens an der Soi Chaiyaphruk 2 im Ortsteil Huay Yai für fast eine halbe Milliarde Baht das Indoor Athletic Stadium errichtet.
Es bietet fast 5.000 Zuschauern Platz. Sie werden in der Halle mit einer 200 Meter langen, in den Kurven leicht erhöhten Strecke die Laufwettbewerbe auf sechs Bahnen und die Sprung- und Stossdisziplinen im Innenraum hautnah verfolgen können. Nach dem Zeitplan beginnen die Wettbewerbe am Sonntag, 13. November, um 9.30 Uhr sowie am Montag und Dienstag, 14. und 15. November, jeweils um 10 Uhr. In Pattayas Eastern Sports International Centre werden insgesamt 28 Goldmedaillen vergeben.
Die Disziplinen der Männer: 60 m, 200 m, 400 m, 800 m, 1.500 m, 3.000 m, 60 m Hürden, Staffel 4 x 400 m, Hochsprung, Weitsprung, Dreisprung, Stabhochsprung, Kugelstossen und Siebenkampf. - Bei den Frauen 60 m, 200 m, 400 m, 800 m, 1.500 m, 3.000 m, 60 m Hürden, Staffel 4 x 400 m, Hochsprung, Stabhochsprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstossen, Fünfkampf.
Für die ersten Asiatischen Hallenmeisterschaften vom 12. bis 19. November haben 37 Länder rund 2.400 Teilnehmer gemeldet. Eröffnet wird das Event am Samstag, 12. November, um 17 Uhr mit einer spektakulären Show im Indoor Hua Mark-Stadion in Bangkok. In neun Sportarten werden in den folgenden Tagen in Bangkok, Suphan Buri, Pattaya und Phuket insgesamt 121 Sieger ermittelt: neben der Leichtathletik sind es die Sportarten Aerobics, Tanzsport, Extremsport, Futsal (Hallenfussball), Takraw (eine Art Fussvolleyball), Radrennen, Schwimmen und Boxen.
Thailand macht seine Athleten für diesen internationalen Wettkampf auf eine ganz besondere Weise fit. Die Organisatoren haben einen buddhistischen Mönch engagiert, der die 300 Sportler in die Meditationspraxis einführt. Die Athleten sollen vor allem richtiges Atmen lernen und erfahren, wie sie Geduld entwickeln und Nervosität bekämpfen können. Der stellvertretende Premierminister Suwat Liptapanlop, glaubt, Thailand sei das erste Land, das einen ernsthaften Versuch unternommen habe, Sportmeditation einzuführen. Für den Mönch Phra Khru Paowana Waranusat aus Nonthaburi liegen die Vorteile buddhistischer Meditationspraktiken für den Sport auf der Hand: Er ist bereits Meditationsberater des Weltklasse-Golfprofis Vijay Singh von den Fidschi-Inseln.
Für Pattayas Politiker und Verwaltungsbeamte stellt sich nach den ersten Asiatischen Hallenmeisterschaften die wichtige Frage, wie das Eastern Sports International Centre mit Laufbahn und Feldern für unterschiedliche Ballspiele künftig sinnvoll genutzt werden kann. Sicherlich für Sporttage lokaler Schulen und als Austragungsstätte regionaler und überregionaler Wettkämpfe. Um die hohen Ausgaben für die Unterhaltung der Gebäude und des 188 Rai grossen Geländes mit weitläufigem Parkplatz so gering wie möglich zu halten, könnte die Stadt die Halle auch für Konzerte vermieten. |