Mieter fürchten um ihre Existenz
Die Mieter der etwa 60 Geschäftshäuser an der Soi Regent Marina wehren sich gegen die Pläne, die Strasse zwei Jahre in eine Grossbaustelle zu verwandeln: Das Management des Regent Marina Hotels hat angekündigt, das Gebäude abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen.
Demonstration vor dem Regent Marina Hotel: Managerin Benjatip, zuständig für die Vermietungen, diskutiert mit den ausländischen und thailändischen Mietern der Geschäftshäuser.
Für die Besitzer der Gästehäuser, Restaurants sowie weiterer Geschäfte würde das bedeuten: Bei den umfangreichen und langwierigen Bauarbeiten würden sie kaum Gäste bzw. Kunden haben, sie stünden vor dem finanziellen Ruin.
Auch deshalb, weil nicht wenige Mieter sich hoch verschuldet haben, um die alten Geschäftshäuser aufwendig umzubauen und zu renovieren. Bei einigen summiert sich die Investition auf mehrere Millionen Baht.
Bis zum Jahr 2003 lag die Soi Regent Marina zwischen der Second Road und der Beach Road in Nordpattaya, kurz vor dem Kreisel, verwaist. Das Hotel war viele Jahre zuvor geschlossen worden. Dann erwarb der Singapur-Chinese Chayot Lee Hotel und das weitläufige Areal mit den Geschäftshäusern. Das Hotel wurde nach der Renovierung wieder eröffnet, die Geschäftshäuser zu annehmbaren Mieten zwischen 18.000 und 20.000 Baht im Monat vermietet. Die Verträge laufen über drei Jahre mit der Option auf Vertragsverlängerung. Die letzten Mietverträge wurden im März dieses Jahres geschlossen.
Einen Monat später gab’s ein Rundschreiben: Die Hotelbetreiber teilten darin mit, das Hotel werde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Den Mietern wurde der Auszug nahegelegt, sie bekämen die Mietkaution zurück erstattet.
Inzwischen haben die erbosten Mieter eine Interessengemeinschaft gegründet. Sie wollen sich das nicht bieten lassen. Im Vormonat gingen sie erstmals auf die Strasse, sie demonstrierten vor dem Hotel. Die Thais und Ausländer fordern ihre Rechte ein und wollen vor allem wissen: Gelten die Mietverträge einschliesslich der Verlängerungsoptionen auch weiterhin?
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