Für Operationen Sponsoren gesucht
Strassenkinder mit Augenleiden
Pattayas Strassenkinder haben mit dem Heim in Nongprue zwar eine Anlaufstelle und ein Dach über dem Kopf, doch die medizinische Versorgung steht nicht im Vordergrund des betreuten Wohnens. Das stellen Ausländer immer wieder mit Sorge fest, wenn sie die Kinder und Jugendlichen besuchen.
Zu den zahlreichen Förderern des Heims aus dem In- und Ausland zählt das deutsche Ehepaar Birgitt und Egbert Scherer. Ihnen fiel auf, dass einige Mädchen und Jungen schielen, unscharf sehen oder anderweitige Augenprobleme haben. Die Deutschen fanden in dem Optiker Chatri Thanasanjinda von der Central-Optik an der Central Road einen Helfer. Der Experte hat 160 Heimbewohner im Alter zwischen 6 und 15 Jahren kostenlos untersucht und 24 Mädchen und Jungen zum Selbstkostenpreis eine Brille verpasst. Dass es bei einigen der Strassenkinder höchste Zeit war, zeigt das Beispiel eines Mädchens: Es erhielt Gläser mit der Stärke vier Dioptrin!
Bei zwei seiner jungen Patienten musste der Optiker passen. Ein 13-jähriger Junge, seit sieben Jahren im Heim, hatte seit einem Unfall in frühester Kindheit auf dem linken Auge nur zwei Prozent Sehkraft. Ein neunjähriges Mädchen leidet an einer Muskelverkrümmung. Der rechte Augapfel ist schief ausgerichtet.
Dank der Initiative mehrerer Ausländer konnte der Junge im Bangkok Pattaya Hospital bereits erfolgreich operiert werden. Das Mädchen soll im Juni im „Queen Sirikit Hospital“ in Sattahip unter das Skalpell eines Facharztes. Beide Krankenhäuser gewähren einen erheblichen Nachlass, die beiden Augenchirurgen verzichten auf ihr Honorar.
Aber auch der Restbetrag muss finanziert sein. Von Menschen guten Willens, wie dem deutsche Ehepaar Scherer, dem Amerikaner Bruce und dem Deutschen Peter. Dennoch bleibt eine Deckungslücke, die nur über weitere Spenden zu schliessen ist.
Leser, die sich engagieren wollen, können sich mit Peter unter Telefon 06.824.4750 in Verbindung setzen. Gerne begleitet der Deutsche Förderer zum Heim für Strassenkinder. Spender sollen sich vor Ort umsehen und sich davon überzeugen, dass ihr Geld zweckgebunden ausgegeben wird. |