7 User Online
   
 
 
thailand-property-gate
http://farangtaxi.com/
http://www.hhnthailand.org/
http://www.nongapartment.com/
http://www.eidi-homestay.com/
http://www.swisshelpingpoint.com/
http://www.easy-abc-th.com/
http://www.weltkonto.com/startseite.html?referer=27807_farang
http://www.buttra.com/
http://www.real-estate-thailand.com/
http://www.der-farang.com/?article=books
http://www.pictures-thailand.com/
http://farang-magazin.com/kleinanzeigen/neue-inserate-lesen/
http://www.bluemarlinbar-pattaya.com/
 
Pattaya · Informative Beiträge, Nachrichten und Ausflugsziele
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Weiter Seiten
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Junl 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januer 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007

Wasserpipeline soll Pattaya in 2 Jahren versorgen

Mit 194 Milliarden Baht will die Regierung in den nächsten Jahren die Brauchwasserversorgung der Bevölkerung sicherstellen. Davon sollen im kommenden Jahr bereits 15 Milliarden Baht in die östlichen Provinzen Chon Buri, Rayong, Chantaburi und Trat fliessen. Die Stadt Pattaya erhält ihr Leitungswasser weitestgehend von Eastern Water Resources Development and Management. Das Unternehmen plant zur besseren Versorgung des Touristenzentrums eine neue Rohrleitung vom Fluss Bangpakong in Chachoengsao zum Wasserreservoir Bangpra bei Chonburi. Diese Versorgungsleitung soll nicht, wie der FARANG und weitere Printmedien in Pattaya berichteten, erst im Jahr 2014 in Betrieb gehen. Die Finanzplanung der Eastern Water Resources Development sieht für das Projekt in diesem Jahr 500 Millionen Baht und für das kommende Jahr 1,8 Milliarden Baht vor. Daraus kann nur folgern: Die Pipeline wird spätestens in 2007 verlegt sein und dann die Versorgung Pattayas nahezu sicher stellen.

• • •

Die Ameisen fressen die Fische

Pattayas Wasserkrise ist ein komplexes Problem

Von Hans Fritschi

Wassernot bislang ohne gutes Ende Pattaya gleicht dem ge strandeten Boot auf unserem Titelbild. Der Badeort sitzt buchstäblich auf dem Trockenen. Die Wasserreservoirs sind nahezu leer. Der heiss ersehnte Regen ist zwar überfällig, will sich aber partout nicht einstellen. Das vielschichtige Problem hat nie erreichte Ausmasse erreicht. Kurzfristige Lösungen gibt es nicht. Neue grossräumige Wasserleitungen können frühestens in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen.

Das thailändische Sprichwort bringt das altbekannte Problem auf den Punkt:

„Bei Überschwemmung fressen die Fische die Ameisen, bei Dürre fressen die Ameisen die Fische“

Momentan fressen die Ameisen die Fische, denn seit Monaten herrscht in Pattaya Wasserknappheit, ja es ist eine eigentliche Wasserkrise ausgebrochen, deren Ausmass immer noch unterschätzt wird. Die Lage ist ernst. Fast niemand, der nicht davon betroffen wäre, der nicht auch ein Müsterchen beizusteuern hätte. In vielen Gebieten von Pattaya und Umgebung kommt das Wasser nur noch eine Stunde – oder weniger - aus der Röhre, meist nachts. Es gibt aber auch Orte, wo seit Monaten gar kein öffentliches Wasser mehr aus den Hahnen fliesst. Hochkonjunktur haben die privaten Wasserfirmen mit ihren Tanklastwagen, die privaten Haushalten, Geschäften und Hotels das gesuchte Nass ins Haus, beziehungsweise in den Wassertank liefern. Doch auch hier reicht ein kurzer Anruf oft nicht mehr. Zum einen haben etliche Wasserfirmen auch kein Wasser mehr oder sie sind total überlastet, das heisst eine Lieferung dauert und dauert. Wer sich gerade eingeseift hatte, als das Wasser aus war, steht buchstäblich blöd da. Die Preise – offensichtlich spielt der Markt – haben bereits stark angezogen. War vor einem Jahr eine Tankfüllung für um die 100 Baht zu haben, so ist dieser Preis inzwischen bei 300 Baht angelangt (vor zehn Tagen noch bei 250 Baht), Tendenz steigend. Die Qualität des Wassers aus den Tankwagen ist zudem recht zweifelhaft, oft brackig, braun. Es gibt Leute, die den Verzehr von frischen Salaten eingestellt haben, weil sie dem mit diesem Wasser gewaschenen Salat in keiner Weise mehr trauen.

Kaum zu glauben: Hier war einmal der Maprachan See, er wurde buchstäblich ausgetrunken. Jetzt herrscht Katzenjammer. Regen ist nicht in Sicht. Woher soll das durstige Pattaya nun das Wasser beziehen?

Zwei Hauptgründe für die Wasserknappheit lassen sich sofort ausmachen:

  • zu wenig Niederschläge
  • ungebremstes Wachstum

Wer ein wenig über Land fährt, dem fällt sofort auf, dass die Pegelstände der wichtigsten Süsswasserreservoirs um Pattaya seit Wochen völlig abgesackt sind. Der Maprachan See, zum Beispiel, ist weitgehend verschwunden. Schilder für Überbauungen wie „Lakeview“ (Seesicht) wirken völlig deplatziert, ja grotesk. Wo einmal Seesicht war, gibt es jetzt höchstens Sicht auf eine öde Senke. Das ist deprimierend. Auch das Bild des jungen Thai Anglers mit Rute, der fassungslos auf den verschwunden See starrt, spricht Bände. Von den Behörden ist zu hören, dass das bisschen Wasser, das stellenweise noch vorhanden ist, höchstens für zwei Monate reichen soll. Und das klingt in unseren Ohren stark nach Schönfärberei, so lange reicht das bisschen Pfütze doch wohl kaum.

Bereits sind Baumaschinen und Lastwagen beim ehemaligen Maprachan See aufgefahren, die enorme Massen Erdreich aus dem verlandeten Gewässer fortschaffen. Das nützt vielleicht in der Zukunft etwas, als Soforthilfe taugt diese Massnahme aber in keiner Weise: Da ist schlicht kein See mehr, das Wasser ist alle, weg. Angekündigt ist – siehe auch Seite 18 Schon Gehört – vom Banpakong Fluss eine Pipeline nach Pattaya zu verlegen, die in zwei Jahren betriebsbereit sein soll, doch dieser Fluss ist durch Schweinemästereien stark belastet. Klärungsbedarf ist bei dieser Lösung sicher noch vorhanden und überhaupt sollte man Verlautbarungen in Thailand erst glauben, wenn sie realisiert sind und erst noch funktionieren.

Warum die Niederschläge in Pattaya ausbleiben, die während der Regenzeit von Mai bis Oktober normalerweise fallen, weiss höchstens der Liebe Gott, aber sie bleiben in diesem Jahr bislang aus. Es würde schon mal acht Tage mit intensivem Regen brauchen, um nur die Erdschicht bis hinunter zum Grundwasser leicht anzufeuchten, viel mehr Regen wäre nötig, um aufgebrauchtes Grundwasser zu ersetzen, beziehungsweise neue Vorräte anzulegen. Die nächste Trockenzeit kommt nämlich garantiert. Offizielle Erklärungsmuster wie, Pattaya liege halt am Meer und die Wolken würden zu den Hügeln in der weiteren Umgebung ansteigen und sich erst dort ausregnen, mögen nicht zu überzeugen. Pattayas geografische Lage hat sich ja – im Vergleich zu den Vorjahren - in keiner Weise verändert. Eine andere offizielle Erklärung, die Regentropfen seien nicht mehr so gross wie einst, kann man wohl nur mit ungläubigem Kopfschütteln kommentieren, an der Misere trägt – wie immer – niemand Schuld (ausser der oben erwähnte Liebe Gott vielleicht, den man aber nur schwer belangen kann). Ob die Versuche gelingen, durch das „impfen“ der Wolken, künstlichen Regen zu erzeugen, muss abgewartet werden, der Ausgang ist durchaus offen, vielleicht handelt es sich einmal mehr nur um Aktivismus.

Der fast vollständig verschwundene Maprachan See wird momentan ausgebaggert. Falls es je wieder regnen sollte, wird sein Fassungsvermögen erheblich vergrössert sein, aber das ist bestenfalls eine mittelfristige Lösung.

Dass es in einem Jahr mal erheblich weniger regenet als in einem anderen, das gab es früher auch schon. Neu an der diesjährigen Krise ist hingegen, dass Pattaya in den letzten drei bis fünf Jahren enorm gewachsen ist und momentan auch enorm weiter wächst. In der Innenstadt wird Shophouse neben Shophouse hochgezogen, ganze Stadtquartiere werden aus dem Boden gestampft. Falls sie nicht endlos leer stehen, steigt der Verbrauch von Wasser dadurch erheblich. Um Pattaya herum entsteht eine Wohnanlage neben der nächsten, viele mit privaten Schwimmbecken, die enorme Wassermengen nur schon durch Verdunstung verlieren. Die zunehmende Bodenversiegelung führt ferner dazu, dass die Wassermassen - wenn es doch wieder einmal regnen sollte – nicht mehr versickern können, sondern zu kurfristigen Überschwemmungen führen, die ins Meer abgepumpt werden und so der Allgemeinheit verloren gehen. In Jomtien (weniger in Naklua, aber dort auch) werden Condoblöcke en masse hochgezogen. Tausende von Einheiten entstehen, die alle Wasser verbrauchen. Wieviele Wolkenkratzer erträgt eine Stadt wie Pattaya? Ist da irgendeine Planung gemacht worden? Gibt es seriöse Berechnungen? Zweifel sind angebracht.

Das Wasserproblem von Pattaya ist auch ein Verteilproblem (siehe auch Lung Sens Beobachtung zur Wasserverschwendung an der Sukhumvit Road auf Seite 4). Anders als in der Sahara regnet es in Thailand an sich genug, aber das kostbare Nass geht einfach zu rasch verloren. Raubbau an der Natur, hemmungslose Abholzungen in der Vergangenheit, (Bodenversiegelung in den Städten) sind Gründe dafür. Mit der Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbaufläche während der letzten 35 Jahre von knapp 8 Millionen Hektar auf über 20 Millionen Hektar nahm gleichzeitig die Waldfläche Thailands von nahezu 30 Millionen Hektar auf etwas mehr als 10 Millionen Hektar ab. Jährlich wurden 2 Mill. m3 Holz geschlagen. Hierdurch verlor das Land seine wasserspeichernden und klimatisch ausgleichend wirkenden Wälder die Folgen sind bereits überall zu erkennen.

Das wilde Abholzen von Bergregionen im Süden des Landes führte 1988 zu Erdrutschen, bei denen über 700 Menschen starben. Ein königliches Dekret stoppte daraufhin 1989 alle kommerziellen Holzfällerarbeiten. Mehr als bisher wird Holz aus Laos und Burma importiert. Dennoch geht die Waldvernichtung weiter, illegal und mit höheren Kosten, aber unvermindert.

Das war einmal. Nur ein See mit Wasser ist ein See. Nicht nur die Angler vermissen dieses Bild.

Durch das Fehlen der natürlichen Wasserspeicher kommt es bereits zu Beginn der Trockenzeit zu ungewöhnlich frühem Wassermangel, die künstlichen Wasserspeicher füllen sich nicht mehr, und die Bevölkerung ist gezwungen, verstärkt Grundwasser anzuzapfen. Zudem hat der Boden durch das fehlende Wurzelwerk der Bäume keinen Halt mehr und wird von den Wassermassen während der Regenzeit gelöst und weggespült. Bodenerosion, Überschwemmungen und lange Dürreperioden sind das Ergebnis, denn Lalang-Gräser und Nutzpflanzen können weitaus weniger Wasser speichern als der Wald und den Boden kaum vor Erosion schützen

Der Bau von Rückhaltedämmen ist mit Abstand nur die zweitbeste Lösung, ineffizient und teuer zugleich. Aber wer entscheidet eigentlich, wer noch Wasser bekommt, wenn die Vorräte (wie eben jetzt) nahezu aufgebraucht sind? Ist es das übliche „Standesdenken“, das da oben aufschwingt? Tatsache ist, dass das Wasser in den grossen Condos bis jetzt noch nie ausgegangen ist. Ein mir bekannter Amerikaner hat in Jomtien zwei Einheiten. Schon beim Umbau liess er das Wasser aus der einen Einheit auch ins Badezimmer der zweiten Einheit umleiten, so dass er sein dortiges Jacuzzi von zwei Wasseranschlüssen (zwei Wassermetern) her füllen kann. Dass er das geile Jacuzzi auch jetzt öfters nützt, versteht sich von selbst, denn Umweltbewusstsein ist gerade in Amerika nahezu unbekannt- ganz ähnlich wie in Pattaya.

Gerüchte besagen, dass die grossen Condo Gebäude aggressive Saugpumpen einsetzten, die das kostbare Nass aus den Röhren ziehen und der Kleine Mann somit das Nachsehen hat. Andere meinen, dass alle grösseren Condos eigene Wasserbohrungen angelegt hätten. Dann droht diesen Bohrungen vielleicht die Versalzung (siehe den Beitrag von Hans Künne auf Seite 20). Alle scheinen zudem enorm grosse unterirdische Tanks zu haben, die - in einem uns bekannten Fall – drei Mal 200 Liter Tagesverbrauch pro Wohnungseinheit zu speichern vermögen. Diese Tanks wirken (noch) als Puffer. Vielleicht ist es aber einfach eine politische Entscheidung, Condos bevorzugt mit Wasser zu versorgen, weil damit negative Publizität vermieden werden kann? Man stelle sich die internationalen Schlagzeilen einmal vor, wenn das Wasser in den Türmen am Jomtien tatsächlich einmal ausbleiben sollte (was allerdings nur eine Frage der Zeit sein kann, falls kein Regen fällt). Bis jetzt ist die Wasserknappheit in Pattaya international noch kein Thema, sollte sie es werden, ist der Schaden für den Tourismus – von dem lebt die Stadt - absolut horrend. Wer hier Urlaub macht, will sowohl nach dem Strand, als auch der Disco eine Dusche nehmen können. Sonst bucht man halt die Karibik, so einfach ist das.

Zum nationalen Thema ist die Wasserknappheit in Pattaya (beziehungsweis an der Ostküste) eigentlich erst durch den Aufschrei der Industrie in Map Tha Phut geworden. Speziell die Petrochemische Industrie dort braucht bei der Produktion enorm viel Wasser, das momentan fehlt. Die Drohung, die Produktion zu drosseln, hat nun zumindest dazu geführt, dass man sich in Bangkok ernsthafte Gedanken macht. Viel mehr ist bislang nicht geschehen. Angekündigte Produktionsdrossellungen um bis zu 40 % sind wahrlich keine Einladung an potentielle Investoren, hier zu investieren. Am besten hoffen wir alle auf lange anhaltenden, sehr intensiven Regen.

• • •

Was ist Wasser?

Wasser ist ein nicht ersetz barer Naturstoff und Urquell allen Lebens auf der Erde. Es ist eine geschmack- und geruchlose, durchsichtig klare und farblose Flüssigkeit, die aus zwei der am häufigsten verbreiteten Elemente der Natur besteht: Wasserstoff (2 Teile, „H“ für Hydrogenium) und Sauerstoff (1 Teil, „O“ für Oxygenium). Natürliches Wasser enthält neben Schwebstoffen aus mineralischen und organischen Bestandteilen in gelöster Form verschieden Gase (z. B. Sauerstoff) und Feststoffe (z. B. Nährsalze). Wasser kommt vor z. B. als Oberflächenwasser, Quellwasser, Grundwasser, wird verwendet als Trinkwasser, Brauchwasser, Löschwasser, oder aber auch als Abwasser und wird auch aufgrund seiner Inhaltsstoffe als z. B. Mineralwasser, Salzwasser, Süßwasser bezeichnet. 71 % der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Der gesamte Wasserschatz der Erde beträgt rund 1.386.000.000 Milliarden Kubikmeter (das entspricht fast 28 Millionen mal dem Inhalt des Bodensees), wovon nur rund 0,6 % als Grundwasser vorhanden ist.

• • •

Bohrungen in Küstennähe drohen allerdings zu versalzen

Von Hans Künne

Im nachstehenden Beitrag möchte ich mit meinem Wissen über die Wasser–Wirtschaft Impulse geben, um die Trinkwasser–Versorgung der Bevölkerung zu verbessern, die zur Zeit leider keinesfalls gewährleistet ist. Dank meiner langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet in der Sahara (Libyen), in der Sierra Madre (Mexiko), und in der Wüste Najd (Saudi Arabien), möchte ich im nachfolgenden Bericht einige Denkanstösse liefern.

Für die Trinkwasser–Versorgung der Bevölkerung gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1.) das Oberflächenwasser, bestehend aus Flusswasser und aus Binnenseewasser, dessen mehrstufigen Behandlungen die Wasserqualität für den Verzehr sichert.

2.) das Brunnenwasser (oder auch Grundwasser genannt), aus der ersten Sole von 20 bis 60 m Tiefe, hat in den meisten Fällen Trinkwasser–Qualität, wenn das Wasser nicht innerhalb von landwirtschaftlichen oder industriellen Nutzflächen entnommen wird. Die Oberstufe der ersten Sole ist variabel. Es gilt zu berücksichtigen, dass das Wasser der ersten Sole ausschließlich auf die Einspeisung von Regen- und Quellwasser angewiesen ist.

Im weiten Umfeld der Stadt Pattaya existieren keine Süsswasser Transport Linien, das sind die so genannten Bach– und Flussläufe, die den Grundwasserspiegel mit regulieren. Die Filtration des eindringenden Wassers ist durch die sandhaltige Struktur des Bodens, der so genannten Ultisolklasse, hervorragend.

Die Klassifikation der Böden ist weltweit einer besonderen Ordnung unterworfen, z.B. für Südostasien Ultisol (deutliche Horizonte mit Tonanreicherung und starker Silicatverwitterung). Die Fruchtbarkeit der Böden ist hier sehr gering. Daraus erklärt sich der überaus hohe Verbrauch von Kunstdünger und Pestiziden, was wiederum negative Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität hat; mit dem Regen werden sowohl Kunstdünger als auch Pestizide in die offenen Lagerstätten eingeschwemmt. Das kann nur durch Tiefbaumaßnahmen, den so genannten Barrieregürtel, verhindert werden.

Das Brunnen- oder auch GrundwasserDie Oberfläche eines jeden Wassers (stehend oder fließend) wird als Wasserspiegel bezeichnet. Mit diesem Messpunkt werden: Fliessgeschwindigkeit, Oberfläche, Inhalt und Absenkung rechnerisch erfasst, und zwar mittels Messbohrungen.

Den im unteren Bereich steinigen Schichten, durchzogen mit Tonerde und Sand, folgen tiefer gelegene, felsige Schichten, die durch Porenbildner Wassermengen speichern und so als Regulatoren wirken.

Wenn der Grundwasserspiegel durch die Wasserentnahme gesenkt wird, dann wird die Wasseroberfläche durch den gespeicherten Zulauf allmählich wieder angehoben und damit ausgeglichen, das ist der vorherrschende, allgemeine Zyklus. Je nach Größe der Wasserfläche oder des Wasserzuflußes im Erdreich, inklusive des gespeicherten Zulaufs, sollte die Wasserentnahme mengenmässig nicht höher sein, als das Reservoir im Stande ist, abzugeben.

Zur Zeit ist die Wasserentnahme allerdings grösser als der Zulauf, deshalb sinkt der Grundwasserspiegel täglich. Bei einer Wasseranforderung von 2000 Kubikmeter sind noch hinzurechnen die Privatbrunnen von Hotels, Pensionen, Krankenhäusern, Kaufhäusern und Privatabnehmern mit 1000 Kubikmeter pro Tag. Das waren für die ersten drei Monate = 90 Tage 270 000 Kubikmeter. In Folge dessen ist der Grundwasserspiegel derzeit um 6 m gefallen. Zusammen gerechnet ergibt sich hieraus eine Wasserfläche von 225 x 200 m = 45 000 Kubikmeter mit einer Wassertiefe von 6 m. Man bedenke: Das ist die Wassermasse, die schon verbraucht ist bis Ende Mai, mehr Verbrauch folgt stetig.

Alle Entnahmestellen liegen ca. 2 bis 6 km Luftlinie von der Meeresküste entfernt. Die Gezeitenkräfte (Flut) drücken in hohen Massen gegen das Festland und finden dort Einlass, wo der Widerstand geringfügig ist, eben bei jenen Hohlräumen, die durch überhöhte Wasserentnahme entstehen. Die Bodenstruktur (Ultisolklasse) begünstigt den Durchfluss zu den Hohlräumen in den unteren Bereichen. Der Druck des Meerwassers ist stärker als die Kräfte der Bodenstruktur, die dem Druck des Meerwassers entgegen stehen – eben durch den Hohlraum, der keine Widerstandskraft gegen den Druck aufweist.

Das Salzwasser dringt nun in die obere Süsswassersole ein und zerstört so das ökologische Gleichgewicht. Der Baumbestand stirbt ab. Die Menschen wandern aus, Pattaya könnte so zum Notstandsgebiet werden - was wir doch sicher alle nicht wollen!

Ich möchte hier einen konkreten Vorschlag machen:

In der nahen Bergwelt, ca. 10 km über die Fernstrasse 331 hinaus, sollten Möglichkeiten zur Wasserentnahme durch Geologen geprüft werden.

Als Beispiel: Wir hatten in der Sahara Süsswasser in reichlichem Ausmaß geortet mit Hilfe der Spektral–Analyse. Ich könnte mir vorstellen, dieses Verfahren von der ESA oder NASA durchführen zu lassen, um auf Jahre hinaus problemlos die Region Chonburi von den derzeitigen Wassernöten zu befreien. Vielleicht haben die thailändischen Geologen aber noch bessere Lösungen parat?

PrivatisierungWeltweit sind namhafte Konzerne darum bemüht, die Wasserwirtschaft in ihren Machtbereich einzuschließen, das Zauberwort heisst: Privatisierung.

Privatisierung bedeutet: sich das gemeinschaftliche Erbe der Natur anzueignen, um darausKapital zu schlagen. Die Umwandlung von Wasser in möglichst viel Geld auf einen privaten und liberalisierten Wassermarkt könnte für uns Wasserkonsumenten und für die Ökologie enorm teuer werden. Die Süsswasser–Reserven werden weniger, aber die Bevölkerung wächst.

Wegen der ausbleibenden Niederschläge gibt es in den enorm großen Trockengebieten (Chonburi, Pattaya und Rayong) zunehmend Schwierigkeiten. Die angespannte Lage zwingt zu neuen Überlegungen, ich sehe da nur einen Weg, wie man Wasser aus Tälern der Berglandschaft heben kann, ohne nennenswerte Schäden zu heben: Tiefbohrungen 18 5/8 „ Zoll, 4. Sole 380 bis 460 m tief, verrohrt mit V2A. Dabei sollte der Abstand zum Meeresstrand (wegen des Salzwassers) 30 km nicht unterschreiten, weil bei der Förderung in solchen Tiefen das Einzugsgebiet von den entnommenen Wassermengen und der Erdformation abhängt. Es ist nicht anzunehmen, das in 30 km Blockbreite Salzwasser mit einbezogen wird.

Die Spektral–Analyse gibt in jedem Fall Hinweise über die Formation des Untergrunds, (in Verbindung mit der Wasserortung) und liefert damit eine Berechnungsgrundlage für die Blockbreite. Ich wünsche mir überdies, dass die thailändischen Geologen auch noch Kurzzeit-Lösungen finden.

• • •

Eine eigene Bohrung?

Nur schon wenige Kilometer ausserhalb von Pattaya gibt es keine öffentliche Wasserversorgung mehr. Die dortigen Bauern behelfen sich dort bislang mit eigenen Wasserbohrungen, entweder von Hand gegraben (rund acht Meter tief) oder von einer der spezialisierten Firmen gebohrt (20 bis 40 Meter tief). In Huay Yai (Grosser Kanal), zum Beispiel, der Gemeinde etwa 10 Kilometer von Lotus Süd ins Landesinnere, ist momentan auch Bauboom angesagt. Die diversen Farangs, die hier ein Häuschen (oder ein Schloss) bauen, sind von eigenen Wasserbohrungen abhängig – oder eben dadurch unabhängig von den Tankwagen oder der (momentan versagenden, versiegenden) öffentlichen Versorgung. Diverse Firmen mit Wassertankfahrzeugen beziehen das teure Nass übrigens ebenfalls aus eigenen Bohrungen in dieser Gegend, die eine natürliche Senke zwischen der Hügelkette bei der Strasse 311 und dem Meer bildet.

Wer eine eigene Wasserbohrung anlegen will, benötigt die Bewilligung des zuständigen Amtes in Chonburi (Department of Ground Water Resources). Über das Internet kann das entsprechende, 12seitige Formular (in Thai) heruntergeladen werden. Pro Meter Bohrung werden in der Regel 1800 bis 2500 Baht berechnet. Dazu kommt eine entsprechende Wasserpumpe. Bis etwa 25 Meter genügt eine einfache Wasserpumpe an der Oberfläche, danach ist eine (teurere) versenkbare Pumpe nötig. Das so erfasste Wasser hat meistens Trinkwasserqualität. Interessenten an einer eigenen Bohrung erkundigen sich bei Farang-Services, Sebastian, Tel: 01 8615153.

Quelle: http://der-farang.com/ Ausgabe 13-2005

 
 
zum Seitenanfang  
 
Copyright © 1999 - 2012  [ Matt Productions Co., LTD - FARANG Media ] Alle Rechte vorbehalten Impressum | Sitemap