Sonne strahlt durch 15 Tore
Das Wunder am That Phanom Rung in Buri Ram
Anfang dieses Monats ist das That Phanom Rung in der Provinz Buri Ram wieder das Ziel Tausender Thais: Denn an nur wenigen Tagen im Jahr gibt es dort aussergewöhnliche Sonnenauf- und -untergänge zu sehen, die von vielen Besuchern als ein Wunder bezeichnet werden.
Buri Rams „Festival of the Thousand Year Miracle of the Phanom Rung Grand Shrine“ findet vom 1. bis einschliesslich 3. April in dem im 12. Jahrhundert von einem lokalen Khmer-Herrscher errichteten Heiligtum statt. Das Bauwerk gilt als eine der imposantesten Attraktionen im Nordosten des Landes.
Es ist nicht überliefert, welche religiösen Zeremonien in diesem Tempel stattfanden. Er war dem Hinduismus, dem Gott Shiva und damit der Sonne gewidmet und wurde nach dem gleichen architektonischen Konzept errichtet wie Preah Vihear an der kambodschanischen Grenze.
Doch mit Sicherheit war es nichts, was mit dem heutigen That-Phanom-Rung-Festival im Monat April verglichen werden könnte. Doch da die Khmer begierig auf günstige und glückbringende Tage waren, ist anzunehmen, dass die damaligen Feste alljährlich am gleichen Tag veranstaltet wurden. Das könnte der Tag gewesen sein, an dem die Strahlen der aufgehenden Sonne durch die 15 Tore auf dem 75 Meter langen Korridor auf den in der Mitte befindlichen Lingam fielen - das heiligste Objekt in der Hindu-Religion. Für dieses Jahr sagen die Astronomen das kleine Wunder vom 3. bis 5. April voraus. An diesen Tagen soll zwischen 5.50 und 6.10 Uhr das Sonnenlicht gleichzeitig durch alle 15 Tore fallen.
Das Gefühl, das man bei einem Besuch empfindet, besonders früh am Morgen bei Sonnenaufgang, wird von manchen Menschen als geradezu göttlich bezeichnet. Deshalb kommen Thais und ausländische Touristen Anfang April und im Oktober nach Buri Ram, um diese erleuchtende Erfahrung im That Phanom Tung zu machen. |