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Unterwegs · Reise-Informationen und Neuigkeiten aus Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Prasat Hin - Phimai

Prasat Hin Phimai wurde im frühen 12. Jahrhundert errichtet

Prasat Hin - PhimaiWenn es um unverfälschte Pracht und Harmonie geht, gibt es in Thailand nicht viele steinerne Heiligtümer, die an Prasat Hin Phimai heranreichen. Und es ist keine Überraschung, dass das Hauptsiegestor die Aufgabe hatte, die Strasse ins nur 250 Kilometer südöstlich gelegene Angkor Wat zu schützen.

Tatsächlich passierte das alles vor rund 900 Jahren, im frühen 12. Jahrhundert, als der Tempel erbaut wurde, um in ihm den Mahayana-Buddhismus praktizieren zu können. Seitdem hat Phimai im Isaan langsam die Erhabenheit und Würde angenommen, die nur die ästhetischsten antiken Ruinen erreichen können.

Lange bevor Korat die mächtige Stadt wurde, die sie während der Ayutthaya-Periode war, stellte Phimai das regionale Zentrum für Handel und Wirtschaft dar. Dass es sich um eine blühende Stadt gehandelt haben muss, ist am Reichtum des Heiligtums ersichtlich, das ursprünglich von einem Steinwall mit Toren an den Kardinalpunkten des Kompasses umgeben war. Das südliche Tor war das schönste, und man erreichte es über eine Naga- oder Schlangenbrücke. Die untersten Stufen der Treppe, die zu der Brücke führte, wurden von Figuren beschützt, die Löwen und Schlangen darstellten und von denen einige Teile noch heute herum liegen.

Unter den vielen anderen charakteristischen Einzelheiten von Phimai befindet sich auch Prang Hin Daeng im Innenhof. Dort sieht man eine Steinfigur, die Kala auf einem Vogel reitend darstellt. Die Oberbalken des Hauptprang sind mit exquisiten Schnitzereien geschmückt, die Episoden aus der Mythologie darstellen. Sie bezeugen die Meisterschaft der Architekten der Khmer.

Eine der Schnitzereien zeigt Buddha in Meditation versunken unter dem aufgeplusterten Kopf einer Giftschlange und umgeben von Pilgern, die ihm milde Gaben anbieten. Eine andere stellt Mara dar, den bösen Geist, der Buddha vor seiner Erleuchtung attackiert. Und eine weitere präsentiert den gekrönten Buddha, umgeben von verschiedenen Monarchen und ihren Gefolgsleuten, während Musikanten und Tänzer für Unterhaltung sorgen. Zwei weitere Balken zeigen andere Episoden aus den religiösen Texten der Hindus.

Prasat Hin - PhimaiKönig Jayavarman VII. (1181-1218), der letzte der Khmer-Könige, gab dem Heiligtum den letzten Schliff. Eine Statue des Königs aus grünem Sandstein wurde in den Ruinen eines der Prangs gefunden, das vor rund 70 Jahren einstürzte. Die Statue wurde aus Sicherheitsgründen ins Nationalmuseum in Bangkok gebracht, wo sie zusammen mit der Statue seiner Königin Jayaraj aufbewahrt wird. Doch eine gute Replik befindet sich im Nationalmuseum von Phimai.

Heute ist der Tempel umgeben von einer sauberen kleinen Stadt mit dem gleichen Namen. Naturgemäss bieten viele der kleinen hölzernen Läden touristisches Drum und Dran an. Doch da sie vom Tempel durch eine Strasse getrennt sind, stören sie nicht dessen historische Perspektive. Trotzdem waren die Menschen auf die eine oder andere Weise seit 800 Jahren immer vom Tempel abhängig und trugen auch dazu bei, dass seine Bedeutung erhalten blieb. Offizielle Souvenirs, von Kunstgegenständen bis zu Kühlschrankmagneten, können im genehmigten Laden auf dem Tempelgelände gekauft werden.

Der Isan

Thailands Nordosten ist als Isan bekannt. Er ist die grösste der fünf Regionen und umfasst 17 Provinzen. Der Isaan ist reich an traditionellem Handwerk sowie historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Immer mehr Ausländer sind fasziniert von den freundlichen Menschen und der landschaftlichen Schönheit.

 
 
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