Bergkette von Doi Tung und die königliche Villa
Die Provinz Chiang Rai ist einerseits stark geprägt durch ihre fast unberührten Berglandschaften. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nördlich der Provinzhauptstadt.
Das eindrucksvoll hervorspringende Kalksteinmassiv des Doi Tung beherrscht das Becken des Mekong um Mae Sai. Eine schmale Strasse schlängelt sich durch zauberhafte Monsunwälder bis zum 1800 Meter hohen Gipfel des Berges empor.
Der Name des Doi Tung bezieht sich auf eine Begebenheit des Jahres 911, als König Achutarat von Chiang Saen den Befehl gab, eine Flagge an der Stelle auf dem Gipfel zu hissen. Heute stehen dort zwei Chedi um ein Stück des Schlüsselbeins Buddhas. Die beiden Chedi, noch immer ein wichtiges Pilgerziel, stellen heute den Kern des "Wat Phra That" dar. Sehenswert ist hier auf eine grosse rundliche Buddha-Statue in chinesischem Stil. Pilger werfen ihn als Zeichen Verehrung einige Münzen in den Bauchnabel.
Geschichtlich besteht eine starke Verbindung der Region um Doi Tung zur Opiumgewinnung; die Mohnfelder bewachten Angehörige der Bergvölker und der Kuomintang. Doch in den vergangenen Jahren hat man ein Entwicklungsprogramm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Kontrolle durch die Zentralregierung zu festigen. Als Teil von weiteren Bemühungen, den Tourismus anzukurbeln und den Bergvölkern Alternativen zum Mohnanbau zu bieten, wurde 1988 auf dem Berggipfel die "Doi Tung Royal Villa" errichtet. Die Anstrengungen waren insgesamt erfolgreich. Heute wird knapp ein Drittel des Gebietes landwirtschaftlich genutzt. Chiang Rai hat von allen thailändischen Provinzen die höchsten Erträge in der Reisproduktion
Heute ist Doi Tung durch gute Strassen mit anderen Siedlungen des Gebietes verbunden.
Die Legende von Doi Tung
Eines Tages kam König Lawacahkalaj auf einer silberner Leiter vom Himmel herunter. Seine Absicht war es, die buddhistische Religion zu beschützen und aufrecht zu erhalten. Der Berg, auf dem er in Erscheinung trat wurde bekannt als "Der Berg der heiligen Fahnen" oder in der Sprache des Nordens "Doi Tung".
Die königliche Villa Doi Tung
Der Haupteingang zur Villa ist das "Tor der Glückseligkeit" und wurde nach einem alten Lanna Gebet errichtet. "Möge das Tor zur wirklichen Glückseligkeit mit Strahlen der Sonne umrahmt werden - Möge deine Seele so hoch schweben wie die Vögel des Himmels und das himmlische Pferd - Möge das Auge der Eule wachsam sein und die Mächte des Bösen in Schach halten."
Dies ist die Villa in der die Mutter des Königs lebte und arbeitete während sie in Chiang Rai weilte. Ihre königliche Hoheit war die Mutter des gegenwärtig herrschenden Monarchen, König Bumiphol Aduladej. Das Haus wurde mit ihren persönlichen Mitteln gebaut, als sie 88 Jahre alt war.
Die offizielle Eröffnung fand im November 1988 statt. Während der Ausbildung ihrer Kinder lebte die Königsmutter in der Schweiz. Dies war eine sehr glückliche Periode in ihrem Leben. Als sie entschied, sich ein neues zu Hause in Thailand zu bauen, war es an die Bedingung geknüpft, dass sie in diesem Gebiet auch Entwicklungshilfe leisten konnte. Sie wählte eine Region und Stilrichtung, die ihre Vorliebe für die Berge und Bergdörfer, sowohl in Europa als auch in Thailand, in sich vereinte.
Die privaten Quartiere ihrer königlichen Hoheit befinden sich im West-Flügel der Villa. Wunderschöne Stickmuster zieren das Wohnzimmer. Viele der Bilder in den Gemächern zeigen Doi Tung im Morgengrauen und in der Dämmerung. Die Technik der Malereien zeigen eine sich laufend verändernde Landschaft.
Der Ost-Flügel des Gebäudes hat vier Terrassen in Richtung Norden, gegen die Bergkämme der Grenze zwischen Thailand und Myanmar. Der Name der Bergkette lautet Doi Tung. Doi bedeutet Berg und Tung ist die Bezeichnung für das heilige Banner, ein schmales langes, fahnenähnliches Tuch mit religiöser Bedeutung. Das Doi Tung Kloster auf dem Gipfel ist eines der heiligsten Pilgerstätten in Nordthailand.
Im weiteren befinden sich im Ost-Flügel die privaten Quartiere ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Galayani Vadhana, Tochter der Königsmutter und ältere Schwester des Königs sowie der Enkelin der Königsmutter, Thanpuying Tassanawalai.
Von der Empfangsterrasse befindet sich im Vordergrund der "Mae Fah Luang Garten", eingefasst im Stil vieler verschiedener Plätze der Erde. Der Garten ist für die Öffentlichkeit offen. Die Blumenkübel auf der Terrasse zeigen Schnitzereien mit Elefantenmotiven.
Das Klima auf dem Doi Tung macht es möglich, dass viele Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Ökosystemen angesiedelt wurden. Viele Thais welche nicht nach Übersee reisen können, haben im Garten der königlichen Doi Tung Villa die Möglichkeit die Schönheit vieler Blumen und Pflanzen zu geniessen.
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