Der internationale Flughafen von Phuket nach dem Tsunami
Der internationale Flughafen von Phuket musste am 26. Dezember 2004 nur für wenige Stunden geschlossen werden. Die Flutwelle des Seebebens überschwemmte etwas 200 Meter der Start- und Landebahn, die kaum 50 Meter nach dem Strand beginnt. Der Anfang der Piste liegt nur 5.8 Meter und das Ende der rund 3000 Meter lange Piste 25 Meter über dem Meeresspiegel. Die parallel zum Strand verlaufenden Sicherheitszäune wurden wie Streichhölzer umgelegt. Das Flughafengebäude, rund 500 Meter vom STrand entfernt, ist von den Wassermassen verschont geblieben.
Helikopter im Einsatz
Die Hilfe aus der Luft begann wenige Stunden nach der Katastrophe. Die thailändische Luftwaffe, Armee und Marine setzten ihre vielen Helikopter zu sofortigen Hilfeleistunbgen ein. Dringend benötigtes Material sowie Ärzte und Personal gelangten mit verschiedenen Flugzeugen auf die Insel.
Wenige Tage später landete eine AN-124 der Polet mit Rettungshelikoptern. welche die japanische Regierung umgehend zur Verfügung stellte.
Schwerverletzte Touristen wurden teilweise mit Sondermaschinen - so auch mit der schweizerischen Rega - ausgeflogen. Thai Airways ihrerseits beförderte alle Heimreisewilligen kostenlos nach Bangkok. Europäische Charterfluggesellschaften setzten zusätzliche Maschinen ein.
Weniger Passagiere
Nach der Tsunami Katastrophe wurden die meisten Ferienprogramme der Reiseunternehmen nach Phuket annulliert und die Charterflüge weitgehend eingestellt. Far Eastern Air Transport, Uni Air aus Taiwan und die Malaysian Airways strichen die Linienflüge nach Phuket. Thai Airways reduzierte ihre Flüge von Bangkok nach Phuket beträchtlich, auch wegen den Low-Cost-Airlines wie Tiger Airways, Air Asia, Phuket Air und Nok Air.
Die europäischen Charterfluggesellschaften nahmen nur vereinzelt Phuket wieder ins Programm auf. Gemäss Berichten aus der Bangkok Post versuchen englische Reiseunternehmen die schlimme Situation auszunutzen und verlangten von den führenden Hotels eine Preisreduktion von 50 Prozent oder mehr.
Phuket war bereits im 19. Jahrhundert als "Perle des Südens" ein wichtiger Handelshafen und Stützpunkt einflussreicher Kaufleute. Erst Mitte der 1970er Jahre begann sich die Insel dem Tourismus zu öffnen. Mit fast zwei Millionen ausländischen Feriengästen - vor dem Tsunami - ist Phuket die erfolgreichste Ferieninsel Südostasiens.
Aufschwung in Sicht
Spätestens in der kommenden Saison die etwa im November beginnt, sollte der Wiederaufschwung anziehen. Aber auch als Dank und die Anerkennung an die thailändische Bevölkerung für ihre grosse Hilfe, die sie den Touristen nach dem Tsunami leisteten. |