1 User Online
   
 
 
thailand-property-gate
http://farang-magazin.com/kleinanzeigen/neue-inserate-lesen/
http://www.buttra.com/
http://www.tropicalgardenlounge.com/
http://www.pictures-thailand.com/
easythai.de - Von Auswandern bis Zivilrecht...
http://www.nongapartment.com/
http://www.eidi-homestay.com/
http://www.easy-abc-th.com/
http://farangtaxi.com/
http://farang-magazin.com/index.php?adclick=15
http://www.der-farang.com/?article=books
http://www.berlin.myfarang.com/
http://www.swisshelpingpoint.com/
 
Unterwegs · Reise-Informationen und Neuigkeiten aus Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
Reisenotizen
Allgemeine Reiseinfos
Zentralthailand
Westthailand
Ostküste
Südthailand
Nordthailand
Nordosthailand
Hotel- und Resorts
Fluginformationen
Thailändische Fluggesellschaften
Sicherheitshinweise

Kleine Küstenfahrt - Provinz Prachuap Khiri Khan

Nach einer langen Busfahrt von Bangkok aus, früh in Prachuap Khiri Khan angekommen, mieteten wir einen kleinen PKW, um ihn für unsere Zwecke einzusetzen. Nach der geplanten Küstenfahrt wollten wir dieselbe Strecke ohne Aufenthalte zurückfahren, um anschliessend in die hektische Metropole Thailands zurückzukehren. Zunächst geniessen wir in Ruhe ein gutes Frühstück im Coffee House, dass sich in der Nähe der Krung Thai Bank befindet. Hier kann man wirklich gut frühstücken und trinkbaren Kaffee geniessen.

Geschichte der Stadt

Seinen bedeutendsten historischen Moment erlebte Prachuap Khiri Khan wohl am 18. August 1868, als König Mongkut sich hier mit zahlreichen ausländischen Gästen einfand, um eine von ihm selbst vorausgesagte Sonnenfinsternis zu beobachten. König Mongkut war ein bedeutsamer Astronom seiner Zeit, und bis dahin als solcher nicht von allen ausländischen Gästen ernst genommen. Deshalb liess er hierfür sporadisch die kleine Stadt erheblich ausbauen, um seine Gäste, darunter auch Astronomen, Wissenschaftler, Geschäftsleute und Diplomaten aus aller Welt, beherbergen zu können.

An einem eigens entworfenen Pier trafen die Dampfer aus Bangkok und Singapur ein. Die Sonnenfinsternis fand tatsächlich zum berechneten Zeitpunkt und alle, die es nicht schon vorher wussten, waren über die astronomische Erfahrung des Königs überrascht. König Mongkut brachte der Aufenthalt in Prachuap Khiri Khan den Tod ein, da er sich dort die Malaria zugezogen hatte. Er starb noch im selben Jahr an den Folgen der Krankheit. Lange Zeit übernahmen danach Banden die Herrschaft über das Gebiet, das mit seinem bergigen Hinterland sicheren Unterschlupf für die Banditen bot.

Prachuap Khiri Khan

Foto von Tini Panthumjinda

Prachuap Khiri Khan, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, und rund 280 km südwestlich von Bangkok gelegen, ist ein kleines Küstenstädtchen mit rund 18.000 Einwohnern, an dem die meisten Touristen vorbeifahren. Die Thais schätzen eher diesen ruhigen Ort, dessen Hafen in einer natürlichen Bucht liegt, um am Wochenende hier zu entspannen, obwohl der Zustand des Wassers und des Strandes nicht so gut ist. Die Stadt liegt in einer Bucht mit einem langen geschwungenen Strand. Wäre da nicht der Schlick im Sand, hätten wir sicher am Strand Rast gemacht. Die Fischer in den umliegenden Küstendörfern sind grösstenteils malaiischen Ursprungs und meistens Moslems, während die Stadt überwiegend von Thais und Chinesen bewohnt ist.

Mit nur 14 km Breite befindet sich hier die schmalste Stelle des thailändischen Staatsgebietes. Umgeben von Hügeln und Plantagen ist der Ort ein hübsches Fischerstädtchen. Die lange Kaimauer wimmelt von Fischerbooten, die ihren fang ausladen. Abends treffen sich die meisten Fischer, grillen Fisch oder Tintenfisch und geniessen einen Schluck Mekhongwhisky. In der Umgebung gibt es weitere kleine Fischerdörfer.

Hauptsächlich wird in dieser Region Obst, insbesondere Ananas, angebaut. Über die weiten Hügel des Hinterlandes erstrecken sich weiterhin auch grosse Plantagen mit Ölpalmen und Kautschukbäumen.

Die Stadt selber hat nur wenig Attraktionen zu bieten. Abgesehen vom grösstenteils unsauberen Strand, ist hier die Landschaft, das Arbeiten der Fischer am frühen Morgen und der Markt in der Stadtmitte schon sehenswert, vermittelt es doch den harten Alltag der Einwohner. Das Wat Golak im Süden der Stadt und das Wat Khao Chong Krachok im Norden der Stadt sind mögliche Ausflugsziele, die wir jedoch nicht wahrgenommen haben.

In der Nähe des Strandes erhebt sich der sogenannte Spiegelberg, der Khao Chong Krachok, der sogar ein Loch hat, das aus einiger Entfernung gut zu sehen ist. Der Berg ist tatsächlich, wie in einigen Reiseführen beschrieben, von vielen frechen Affen bevölkert, die jede Gelegenheit ausnutzen, um einen das Essen oder sogar die Schlüssel zu stibitzen. Mit einem drohenden Stock kann man sich am besten Respekt verschaffen, was wir auch mit Gebrüll taten. Sie schimpften zwar zurück, respektierten jedoch unsere Stöcke.

Auf den Berg führen rund 400 Stufen zu einem kleinen Tempel. Oben angelangt wird man mit einem wunderschönen Rundblick belohnt. Man kann nicht nur den Ort mit seinen Strand, das Meer, die vorgelagerten Inseln und einige Plantagen sehen, sondern auch die dicht bewachsene Bergkette, die weit ins burmesische Hinterland reicht.

Die Stadt selber hat für ihre Grösse eine gute Infrastruktur. Ein Bummel durch die Stadt ist auf jeden Fall lohneswert. Die kleinen Geschäfte auf der Susuk Road und der Markt laden zum Einkaufen ein. In der Nähe des Nachtmarktes und der Polizeistation befindet sich das Tourist Information Service Center, das leider jedoch geschlossen war. Allein das teils geschäftige und teils ruhige Treiben der Einwohner ist sehenswert.

Essen

Wir haben Hunger und suchen eine Gelegenheit zum Essen. In den Strassenrestaurants südlich zum Hafen wird gutes Seafood angeboten. Wir entscheiden uns dafür. Direkt aus dem Meer zubereitet. Sehr empfehlenswert! Gutes Essen soll es ausserdem auf Nachtmarkt, der nur rund 200 Meter östlich vom Bahnhof entfernt liegt, geben.

Nach dem Essen haben wir nochmals das Tourist Information Service Center aufgesucht; immer noch geschlossen und kein Hinweisschild auf Englisch. Da wir hier übernachten wollen, schauen wir uns noch etwas die nähere Umgebung an.

Die Ao Noi Baech

Am nördlichen Ende der Bucht von Prachuap Khiri Khan zweigt eine Strasse nach links ab zu einem 6 km entfernten Fischerdorf am schönen Ao Noi Beach.

Auf dem hohen Felsen Khao Khan Bandai hinter der Bucht steht das mit vielen Muschelschalengeschmückte Wat Phra That Khoa, von dem man einen guten Ausblick hat. Ganz in der Nähe gibt es die Felsenhöhle Tham Khan Kradai, wo ein 16 m langer, liegender Buddha und kleinere sitzende Buddhas bewundert werden können. Die Bucht eignet sich gut zum Spazieren gehen und Schwimmen. Wasser und Strand sind sauber, und werden meistens nur am Wochenende von Thais in Gruppen besucht.

Unterkunft in Prachuap Khiri Khan

Nach zwei Stunden, kurz vor Sonnenuntergang, kehren wir entspannt in unsere gemieteten Unterkünfte zurück. Wir übernachten wegen der Ruhe in der Aow Noi Beach Bungalows und nicht in der Stadt. Da zur Zeit nur wenig Touristen in der Woche hierhin kommen, haben wir noch einen freien Bungalow bekommen. Sie sind einfach, aber sauber und schön eingerichtet. Da hier jedes Jahr auch deutsche Tauchergruppen kommen, werden in Restaurants sogar einige typisch deutsche Gerichte angeboten.

Bevor wir Prachuap Khiri Khan den Rücken kehren, möchte ich noch auf ein besonderes Fest der Stadt hinweisen: 1941 rückte das verschlafene Fischerdorf für einige Tage in den Mittelpunkt des Kriegsgeschehen in Südostasien. Einen Tag nach dem japanischen Militärschlag auf Pearl Harbor landeten in den frühen Morgenstunden des 8. Dezember 1941 hier japanische Invasionstruppen und besetzten die Polizeistation und den Bahnhof.

Es gelang den thailändischen Truppen nicht die Eindringlinge zurückzudrängen, und die Zivilbevölkerung floh in die Berge. Der Generalstab in Bangkok befahl die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Soldaten der Royal Air Force nahmen jedoch unter dem Befehl eines Leutnant Pravas Xumsai das Gefecht auf. In einem 32 Stunden dauernden Kampf gelang es ihnen tatsächlich die Japaner zu besiegen. Genau 442 Opfer waren zu beklagen, darunter 400 Japaner und 42 Thais.

Zur Erinnerung daran wird jedes Jahr, in der zweiten Dezemberwoche, täglich von 19.30 Uhr ? 21.00 Uhr, in der Air Force Base an der Manao Bay, unter Mitwirkung der thailändischen Touristenbehörde, eine spektakuläre Licht- und Tonshow veranstaltet, um die Kampfkraft der thailändischen Armee zu demonstrieren. Tickets für die Show gibt es für 50, 100 und 200 Baht.

Wie kommt man hin

Vom Southern Bus Terminal in Bangkok fahren Non-AC Busse alle 30 Minuten, bis 21.20 Uhr für 72 Baht. AC-Busse fahren regelmässig bis 19.00 Uhr und in der Nacht für 130 Baht. Die Fahrtdauer von Bangkok aus beträgt etwa 5-6 Stunden. Man sollte sich frühzeitig vorab über Fahrpläne erkundigen. Auch nicht viel schneller kann man zudem mit dem Zug ab Bangkoks Hualamphong Station fahren. Auch hier sollte man sich früh genug über die Fahrpläne erkundigen. Von Bangkok aus über die Nationalstrasse H 4 sind es rund 280 km mit dem Auto.

Auf nach Bang Saphan

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter in Richtung Süden, zur Stadt Bang Saphan, rund 50 km von Prachuap Khiri Khan entfernt. Es war unsere nächste geplante Station. Wenn man weiter südlich fährt, wird die Landschaft immer tropischer. Die Berge sind hier vom dichten Urwald bedeckt. Unterwegs machen wir noch in der Distrikthauptstadt Thap Sakae eine rast. Der Ort selber ist nicht mehr als ein grosser Marktfleck mit vielen Holzhäusern, die sich 2 km entlang eines kleinen Bahnhofes hinziehen. Danach geht die Strasse weiter an Feldern vorbei, bis zum Strand, wo viele Fischer ihre Boote ausgelegt haben. Die Menschen wachsen hier an der Küste auf und leben von dem, was ihnen das Meer zum Überleben gibt.

In Thap Sakae gibt es sogar einige einfache Hotels wie das Talay Inn. Es sind vereinzelte, zum Teil überwucherte Bambushütten, nicht ganz so einladend. Weiterhin gibt es hier ein niedliches kleines Restaurant, dass in einem ruhigen Garten liegt. Von hier aus sind es nur 2 km bis zum sauberen Strand. Das zweite Hotel heisst Chan Ruen Motel, welches saubere Bungalows anbietet, und ist besser eingerichtet als das erst genannte Hotel.

Da nur am Wochenende viele Thais hier einen Wochenendurlaub verbringen, kann man in der Woche günstige Rabatte aushandeln. Wir fanden hier jedoch in der kurzen Zeit niemanden, der Englisch sprechen konnte. Zum Glück hatten wir unser Wörterbuch dabei, um uns unterwegs wenigstens etwas helfen zu können.

Zu guter letzt sind da noch das Suk Kasem Hotel und das Tipharat Hotel zu erwähnen, die einfachste Zimmer mit Ventilator anbieten.

Für Strandurlauber und kleine Geldbeutel eine Entdeckung wert! Hier kann man wirklich noch eine gewisse Abgeschiedenheit geniessen.

Der Kontakt mit den Einwohnern ist noch freundlich und auf Gegenseitigkeit neugierig. Wer die Sprache nicht beherrscht und ein paar Brocken Englisch auch nicht weiterhelfen, kann man sich auch mit Händen und Mienen ausdrücken. Immer lächeln, das hilft. Sanuk (Spass) zu jeder Tageszeit heisst die Parole.

Haad Kaeo Beach

Rund 8 km weiter machen wir den nächsten Halt an der Haad Kaeo Beach. Ein wunderschöner einsamer Strand zum Geniessen und weit abseits vom Rummel mancher Strände. Herrlich! Vor dem Strand sieht man die kleine Insel Ko Rum La, die man in 15 Minuten mit einem Boot erreichen kann. Auf der Insel gibt es sogar eine kleinen Ministrand, den wohl kaum je ein Ausländer betreten hat.

Da auch hier am Wochenende viele Thais sogar aus Bangkok anreisen, hat man vor einiger Zeit die kleine Anlage mit dem Namen Chatree Resort erbaut, die einige kleine Reihenhäuser vermietet. Ein Restaurant gibt es hier jedoch noch nicht. Man kann sich schon wie ein moderner Robinson Crusoe fühlen. Werbeschilder weisen darauf hin, dass der Bau von weiteren Reihenhäusern geplant sei. Mögen es nicht so viele werden. Von der Landschaft begeistert, fahren wir nach Süden weiter um die weitere Küste zu erkunden.

Kee Ree Wong Beach

Wieder weiter südlich, ca. 2 km von der Haad Kaeo Beach entfernt, erstreckt sich noch ein weiterer schöner, langer und einsamer Strand, die Kee Ree Wong Beach. Kleine Pinienwälder spenden etwas Schatten. Wer absolute Ruhe möchte ist hier genau richtig. Dennoch ist die Kee Ree Wong Beach kein Geheimtipp mehr. In der Hochsaison treffen sich hier insbesondere Tauchergruppen. Vor langer Zeit hat man hier zwei schöne, anspruchslose Anlagen errichtet, das Tawee Sea Resort. Es ist eher eine Art Jugendherberge, bestehend aus einfachen Bambushütten, immerhin mit Dusche und WC. Dieses Anlage ist jedoch nur bedingt zu empfehlen, da sie noch ungepflegt erscheint. Das Restaurant ist ebenfalls einfach eingerichtet, das Essen jedoch günstig und gut. Der Besitzer wird von allen Onkel Tawee genannt. Er ist sehr freundlich und kann sogar Englisch.

Wir machen noch einen Abstecher ins etwa 2 km vom Strand entfernte und wenig bekannte kleine Dorf Ban Krut, dass sich ganz auf Thai-Touristen eingestellt hat. Hier gibt es zwei gute Mittelklasse-Hotels: das Ban Krut Resort und das Ban Klang Aow Beach Resort. Die Bucht bei der kleinen Ortschaft Ban Krut gehört noch zur Provinz Prachuap Khiri Khan. Dort ist noch einer der einsamsten und schönsten weissen Strände Thailands.

Der Strand hat einen dichten Palmenhain im Hinterland und dürfte bald eine neue Touristenattraktion, auch für Ausländer, werden. Bleibt zu hoffen, dass die Landschaft durch Übertourismus und Bauboom nicht zerstört wird. Die Bademöglichkeiten und das Wasser sind für Taucher und Strandurlauber einfach paradiesisch.

Am Nordende der Bucht befindet sich auf einem Felsen das Wat Thang Sai. Sein Hauptmerkmal ist ein grosser goldener Buddha, der bei der Anfahrt aus Richtung Süden schon von weitem sichtbar ist. Vom Wat aus ergibt sich ein schöner Ausblick auf die gesamte Bucht.

Bang Saphan

Endlich sind wir, nach einigen Pausen, im 76 km entfernten Dorf Bang Saphan angekommen, um hier Mittag zu essen. Die Essensmöglichkeiten sind ziemlich gut. Das Dorf besteht aus vielen alten Holzhäusern und engen Gassen. Keine Sehenswürdigkeiten, die hier zu beschreiben wären. Auch hierhin kommen am Wochenende viele Thais, um am nahe gelegenen Strand oder in den vielen Bungalows zu entspannen. Die Auswahl an Unterkünften ist gross. Es gibt viele schöne Strandabschnitte und noch kaum ausländische Gesichter.

Bo Thong Lang

Wir machen einen kurzen Abstecher zum 6 km östlich von Bang Saphan gelegenen wunderschönen Strand Bo Thong Lang. Obwohl hier ein Bauboom zu beobachten ist und in Kürze ein Hafen und eine Industrieanlage gebaut werden soll, ist der Strand noch in tadellosen Zustand. Kleine Restaurants und Imbissstände sind auf Besucher eingestellt. Das Wasser ist ziemlich sauber, obwohl eine nahegelegene Fischfabrik eher kritisch betrachtet werden kann. Nach der Fertigstellung der Industrieanlage, wird auch dieser wunderschöne Strand wohl in einigen Jahren verschmutzt sein.

Weiter nach Bang Saphan Noi

Wir fahren weiter auf der Küstenstrasse durch das nächste Fischerdorf Bang Saphan Noi. Nach 2 km machen wir an einen ungewöhnlichen Strand mit schwarzen Vulkangestein halt. Hier steht fast einsam das vorzügliche Seafood-Restaurant Lam Tien. Der Besitzer bietet sogar kleine Bungalows für wenige Baht an. Dieses Restaurant werden wir uns gut merken.

Nach den kleinen interessanten Abstechern kehren wir wieder auf die Hauptstrasse 4 zurück und fahren weiter nach Süden, Richtung Pathiu. Wären wir die Küstenstrasse weiter gefahren, hätten wir sicher noch weitere interessante Strandabschnitte entdeckt. Unterwegs sehen wir unzählige Felder mit Gemüse, Bananenbäume und Ölpalmen. Die kleine Insel Ko Khai wäre ja schon interessant gewesen, da es dort in den Höhlen die berühmten Schwalbennester gibt. Doch für die Überfahrt wurde 500 Baht verlangt, was wir uns nicht leisten wollten. Der hier in der Urlaubshochsaison herrschende Übertourismus gestaltet solche hohen Preise. Da uns Pathiu nicht interessant erschien fuhren wir weiter.

Thung Wua Laen Beach

Nach einer Weile erreichen wir die Thung Wua Laen Beach. Ein ebenfalls sehr schöner weisser Strand, nur 16 km nördlich von Chumphon entfernt. Das Wasser ist erstaunlich sauber und der Strand mit schönen Palmen gesäumt. Bungalowanlagen, Restaurants und viele Einsamkeit in der Woche. Am Wochenende kommen natürlich auch hier viele Thais aber wenige Ausländer. Wer Schwimmen, schöne einsame Strände und Ruhe liebt, sollte hier für einige Zeit Urlaub machen. Langeweile kann nicht aufkommen. Es sind nur 16 km bis Chumphon.

Wir fahren nun zur Provinzhauptstadt Chumphon, um die Stadt kennen zu lernen und um dort zu übernachten. Auf der Hinfahrt sind Plantagen im Hinterland zu sehen. Kaffee, Früchte aller Art und Ölpalmen sind hier die landwirtschaftlichen Produkte der Region um Chumphon.

Chumphon

Die Stadt Chumphon (auch Chumporn) liegt etwa 8 km landeinwärts und hat rund 17.000 Einwohner. 1992 feierte die Stadt ihre 600jährige Geschichte. Sie liegt am Fluss Tha Tapao. Der Ort verfügt über den wichtigen Fischereihafen Paknam Chumphon, der 11 km weiter östlich, an der Mündung des Tha-Thapao-Flusses, liegt.

Ein geschäftiger Ort ohne bedeutende Sehenswürdigkeiten. Der neue Flughafen wird aber sicherlich dafür sorgen, dass auch zunehmend ausländische Touristen die Stadt besuchen. Deshalb sind diverse Freizeitanlagen und Hotels entweder im Bau oder noch in Planung. Doch auch ohne ausländische Besucher ist Chumphon bei Thai-Touristen jetzt schon sehr beliebt, die in Gruppenreisen in den Süden fahren. Die Menschen sind sehr freundlich auch Ausländern gegenüber. Man scheint sich hier auf Tourismus schon voll eingestellt bzw. dran gewöhnt zu haben. Bei Tauchern soll diese Lokalität wegen der Nähe zu Korallenriffen sehr beliebt sein.

Nicht weit von Chumphon ist das beliebte Urlaubsziel Ko Samet, wo wir aber nicht hinwollen. Da diese Insel schon weltberühmt ist und jeder Reiseführer ausführlich darüber berichtet, möchten wir dem auch nichts hinzufügen. Übrigens ist Chumphon berühmt für seine chinesischen Restaurants mit (teuren) Schwalbennester-Rezepten. Hier ist das Tor zum Süden Thailands, so die Einheimischen, wo die Luft tatsächlich tropischer wird und man die unzähligen Gummibaum-Plantagen sieht, eine der wirtschaftlichen Hauptstützen des Südens.

Es gibt tatsächlich keine aussergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Interessant war allerdings der Bahnhof, wo drei alte, restaurierte Dampfloks stehen. Wer die Stadt und die Umgebung kennen lernen möchte, kann sich im TAT-Büro gegenüber dem Jansom-Hotel, erkundigen. Hier gibt es angebotene Tagestouren zu Wats, in Grotten und Höhlen, Dschungeltouren und zu Wasserfällen. Empfohlen wird die Tropfsteinhöhle Pisadarn und die Rab Ro Höhle sowie der Wasserfall Thung You.

Unterkunft und Essen

Es gibt zwei gute Gästehäuser und kleine Hotels mit gutem Service. In vielen Unterkünften können Motorräder gemietet und Touren vermittelt werden. Wir übernachteten im Jansom-Hotel auf der Saladaeng Road für 400 Baht, mit Klimaanlage, TV und Kühlschrank.

Wie fast überall in Thailand gibt es auch hier eine grosse Auswahl an Essensständen, Cafe´s und Restaurants unterschiedlicher Küche. Auf den Märkten kann man ebenfalls gut und vor allem preisgünstig Essen. Obwohl in den Fischerdörfern und Küstenstätten immer frischer Fisch, Garnelen und andere Meerestiere angeboten wird, sollte man insbesondere den Verzehr von rohen Muscheln, z.B. in Muschelsalat, mit Vorsicht geniessen! Mancher hat sich dabei schon etwas weggeholt. Dabei liegt es nicht an der Frische, sondern an den kurzfristigen Lagerungen bei Temperaturen um die 30 Grad. Sollten Sie also nicht auf den schmackhaften Verzehr von rohen Muscheln verzichten wollen, so vergewissern Sie sich, ob die Muscheln frisch und überwiegend gekühlt gelagert worden. Am besten dann mit etwas Zitronensaft geniessen.

Am Ende war doch diese kleine Küstenfahrt eine der schönsten Entdeckertouren, die ich je im südlichen Thailand gemacht hatte, und sicherlich nicht die letzte. Die Rückfahrt nach Bangkok lässt einem genügend Zeit, sich all die Eindrücke durch den Kopf gehen zu lassen.

 
 
zum Seitenanfang  
 
Copyright © 1999 - 2012  [ Matt Productions Co., LTD - FARANG Media ] Alle Rechte vorbehalten Impressum | Sitemap