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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Abgang einer Strasse: Bausünde mit Folgen

Auffahrt zum Magic Garden seit Januar nur noch für Zweiräder möglich

Touristenattraktion statt Weiterfahrt: Spektakuläre Fotos fürs Familienalbum und auch ein Dokument, welches die ungünstige Bodenbeschaffenheit und den minderwertigen Strassenbelagsaufbau ein Gesicht gibt.In Europa hätte ein solcher Erdrutsch die Schlagzeilen großer Zeitungen bestimmt – auf Koh Samui ist der Abgang einer Bergstrasse bei Ban Saket hingegen weitgehend unbekannt geblieben. Auf über 50 Meter Länge ist die Auffahrt zur Paradise Park Farm und zum Magic Garden im Januar eingebrochen. Touristen, die mit dem Auto zu den beiden beliebten Ausflugsorten fahren wollen, werden schon beim Militärposten zurück gewunken.

Fotos des Unglücksortes belegen, dass bei dieser Bergstrasse wohl klassische Ursachen zum Abgang eines kompletten Straßenabschnittes geführt haben: keinerlei geologische und statische Berechnungen, fahrlässig billiger Materialeinsatz und auch keine Drainage für abfließendes Bergwasser. Der letzte, wieder sehr ergiebige Monsunregen im November 2008 hat die Strasse unterspült und zu dieser Katastrophe geführt.

Mehrere hundert Meter rauschten die gewaltigen Erd- und Asphaltmassen talwärts. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, weil sich zum Zeitpunkt des Erdrutsches niemand auf der Strecke aufhielt. Mit der Reparatur ist in nächster Zeit nicht zu rechnen. Die Wiederinstandsetzung wäre sehr kostenintensiv und zudem eine Arbeit für Straßenbau-Profis. So haben nur die vorbeifahrenden Touristen ihre Freude: ein Urlaubsfoto besonderer Art – Straßenbau made in Koh Samui.
Ungebremst rauschte ein ganzer Straßenteil talwärts. Hätten sich Personen hier aufgehalten, wären sie wohl kaum mit dem Leben davon gekommen. DER FARANG hatte in der letzten Ausgabe des Jahres 2008 ausführlich über wilde Bergstrassen berichtet, die sich in den vergangenen beiden Jahren auf ganz Samui in die Höhe gewunden haben. Die Bauausführenden verfolgen damit hauptsächlich den Zweck, bisher unerschlossenes Gebirgsgelände mit Aussicht als teure Immobilie verkaufen zu können. Kaum eine dieser Strassen entspricht annähernd der Norm sicherer Verkehrswege. Die Gefahr, dass auch eine dieser Strecken in nächster Zukunft Erdrutsche erlebt und unpassierbar wird, ist allgegenwärtig.

Wer mit dem Erwerb einer solchen Immobilie liebäugelt, sollte dringend den Rat von Experten in Anspruch nehmen und die Zufahrt einer gründlichen Inspektion unterziehen. Folgeschäden solcher Art in Thailand rechtlich zu beanstanden, sind ein Geduldspiel und manchmal nicht ungefährlich. Regresspflicht ist hier nicht nur weitgehend unbekannt, sondern noch mehr unbeliebt…

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