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Letzte Aktualisierung: 26.01.2010
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Kurz notiert aus Samui

Tourismusflaute

Eines der schwierigsten Teilstücke beim aktuellen Straßenbau auf Koh Samui ist über den Jahreswechsel weitgehend abgeschlossen worden. Die Bergstrecke zwischen den Badeorten Lamai und Chaweng hat eine brandneue Asphaltdecke erhalten. Mit dem Abschluss der Markierungsarbeiten soll die etwa vier Kilometer lange Strecke – einer der Unfallschwerpunkte auf der Insel – einem neueren Verkehrsstandard entsprechen. Kritiker befürchten, dass dieser ohnehin neuralgische Abschnitt durch die nun mögliche höhere Geschwindigkeit weitere Verkehrsopfer fordern wird. In den vergangenen Jahren hatte es hier zahlreiche Unfalltote gegeben.

Zuerst das Ausbleiben der Regenzeit, danach ein Traum-Dezember. Koh Samui hat zum Jahresausklang das schönste Wetter seit Jahren erlebt – sehr zur Freude der zahlreichen Touristen. Die Insel war über die Feiertage gut gefüllt, und vor allem die Restaurants in den Metropolen machten ordentliche Geschäfte. Dennoch blieb der große Ansturm im Hochsaisonmonat Dezember neuerlich aus. Vor allem in manchen großen Hotels war das Management mit der Auslastung nicht zufrieden. Mit billigen Lockangeboten hatte Koh Samui den November gut überbrückt. Die preisbewussten Touristen waren aber offensichtlich nicht gewillt, im Dezember die Topzuschläge bei den Flügen und Unterkünften zu bezahlen. Die Hochsaison hat sich so in den vergangenen Jahren schleichend auf die Monate Februar und März verschoben. Keine rosigen Aussichten haben auf Koh Samui auch viele Barbetreiber. Dort nimmt das Geschäft bis auf wenige Ausnahmen ab. Der Grund: Statt alleinreisenden männlichen Touristen kommen seit Jahren immer mehr Paare und Familien auf die beliebte Ferieninsel.

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Mehr chinesische Urlauber

Koh Samui wird bei chinesischen Pauschaltouristen immer beliebter. Laut Angaben der Chinesisch-Thailändischen Tourismusvereinigung hat sich die Zahl der Besucher aus China im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Vichit Prakobkoson, Präsident der Vereinigung, sprach von möglichen drei Millionen chinesischen Touristen, die perspektivisch pro Jahr auf die Insel einfliegen könnten. Bei den Chinesen stünden dabei Billigangebote hoch im Kurs. Koh Samui mit seinen Stränden sei für diese Art der Touristen attraktiver als beispielsweise die Hauptstadt Bangkok.

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Justizmühle

Der Ire Dean Mc Grath (21) und seine Freundin Vanessa sind wieder in ihrer Heimat angekommen. Dean war nach einem Bagatell-Motorradunfall in Chaweng im Gefängnis gelandet (der FARANG berichtete). Wegen hoher Forderungen seiner thailändischen Unfallgegnerin – 100.000 Baht hatte deren Ehemann für ein angebrochenes Handgelenk beansprucht – war Dean in die Justizmühlen geraten. Nach Zahlung von 60.000 Baht, drei Wochen unfreiwilligem Zwangsaufenthalt in Samui und einer Verurteilung wegen rücksichtslosen Fahrens wurde der Fall am 30.12. abgeschlossen. Das Provinzgericht verhängte gegen den Urlauber eineinhalb Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie eine Geldbuße von 3.800 Baht. Der Fall hatte auf der Insel großes Aufsehen erregt. Seit 1. Januar sind Dean und Vanessa zurück bei ihrer Familie in Dublin und wollen im April wiederkommen. „Ich hege keine bösen Gefühle“, so Dean. „Auch wenn die Polizei in Chaweng wenig hilfsbereit war, habe ich durch diese Erfahrung etwas gelernt. Die Anteilnahme und die Freundlichkeit der Leute auf Samui waren eine große Hilfe für uns.“

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Neue Ringstraße

Trotz der Hochsaison laufen die Arbeiten an der neuen Ringstraße ebenfalls auf Hochtouren. Mittlerweile haben die Handwerker den neuen Asphaltbelag an Chaweng vorbei in Richtung Maenam aufgetragen. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. In Lamai sind bereits die Fahrbahn-Markierungsarbeiten beendet worden. Mit der Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme rund um die Insel ist laut Angaben von Bürgermeister Ramnate Jaikwang in etwa zwei Jahren zu rechnen. Vor allem die Kanalarbeiten zwischen Maenam und Nathon seien sehr kosten- und zeitaufwendig.

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Standort für Casino

Nach jahrelangen Debatten um einen Spielcasino-Standort Phuket ist nun auch Koh Samui ins Visier von Investoren geraten. Laut dem Bezirksvorsitzenden der Thailändischen Handelskammer, Dr. Surachai Jitphadeebodin, haben sich potente Geschäftsleute auf ein Konzept für mögliche Casinobauten auf Samui verständigt und wollen das Projekt vorantreiben. Hauptinvestor soll ein Ölmagnat aus dem Süden sein, der umgerechnet zwei Milliarden Baht dafür bereitstellen wolle. Laut Dr. Surachai sei dies eine interessante Alternative zum bestehenden Tourismus auf der Insel. Koh Samui könne nicht für die Ewigkeit auf seine Naturschönheiten zählen, sondern müsse sich auch künftigen Perspektiven öffnen. Großer Wermutstropfen: In Thailand ist Glücksspiel gesetzlich verboten, und alle Vorstöße für den Bau von Spielcasinos im Königreich sind bisher im Sande verlaufen.

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Starker Anstieg bei Motorraddiebstählen

Die Diebstähle von automatischen Motorrädern auf Koh Samui sind sprunghaft angestiegen. Vor allem Honda Clicks und Airblades stehen bei den meist jugendlichen Diebesbanden hoch im Kurs. Die Polizei hat bereits eine Sondergruppe gebildet, ist jedoch wegen der Anzahl der Fälle überfordert. Ein britischer Geschäftsmann, dem Anfang November seine fast neue Honda Airblade am helllichten Tag in Bangrak gestohlen worden war, setzte sogar eine Belohnung von 35.000 Baht für die Wiederbeschaffung seines Fahrzeuges aus. – Der FARANG empfiehlt, Motorräder prinzipiell mit dem Lenkradschloss abzusperren. Damit ist es für Gelegenheitsdiebe erheblich schwerer, die Krafträder einfach wegzuschieben. Ein weiteres Schloss am Hinterrad ist als Zusatzsicherung ebenfalls ratsam.

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