Kurz notiert aus Samui
Samui: Wasser sinkt, Probleme steigen
Monatelange Dürre, ungebremste Verschwendung von Wasser, nicht mehr ausreichende Reservoire und mangelhafte Konzepte – Koh Samuis Wasserproblematik hatte sich im Mai 2010 weiter zugespitzt. Mit Rationierungen der öffentlichen Wasserversorgung reagierte das Wasseramt der Provinz (Samui Provincial Waterworks) vor allem in den Bereichen Chongmong, Maenam und Bophut. - Nach den Regenfällen Anfang Juni schien sich die Situation leicht zu entspannen. Von einer Erholung kann jedoch noch keine Rede sein. Zu unkoordiniert und wenig transparent erscheinen Wasserversorgung und Entsorgung auf der Insel. In den wasserreichen Bereichen Lamai und Namuang entstanden binnen weniger Monate mehrere privat gebohrte Tiefbrunnen, aus denen Geschäftemacher Tag und Nacht riesige Mengen Wasser fördern. Dieses wird für viel Geld an Hotels und Haushalte im trockeneren Nordosten Samuis verkauft – an den Behörden vorbei. Schutz und Erhalt von natürlichen Ressourcen auf der Insel bleiben auf der Strecke. Im Bild ein fast ausgetrocknetes öffentliches Wasserreservoir in Chongmong.
• • •
Immigration nimmt Kambodschaner fest
Billigste Arbeitskräfte ohne Arbeitserlaubnis sind auch auf Koh Samui ein dickes Geschäft. Die Immigration hat jüngst einen Menschenhändlerring zerschlagen, der illegale Arbeiter aus Kambodscha auf die Insel geschmugelt hatte. Einen Hauptverdächtigen aus Kambodscha (35) sowie 25 seiner Landsleute schnappte die Immigrationspolizei in Nathon am Pier. Der Tipp zur Festnahme sei aus anonymer Quelle eingegangen, sagte ein Sprecher. Die Tagelöhner aus dem bettelarmen Nachbarland waren von einem Samuianischen Arbeitgeber mit Lohnversprechungen von 20.000 Baht monatlich geködert worden, gab der verhaftete Kambodschaner im Verhör an. Im Bericht der Immigration steht außerdem, dass ein Bestechungsversuch mit Bargeld in Höhe von 50.000 Baht stattgefunden habe – dieser sei von den Vollzugsbeamten (natürlich) zurückgewiesen worden. Auf Koh Samui arbeiten schätzungsweise mehr als 1.000 illegale Burmesen und Kambodschaner für Hungerlöhne.
• • •
Elektro-Fischen endet tödlich
Bodenloser Leichtsinn und mangelndes technisches Verständnis haben einen 31-jährigen Thai aus Maenam das Leben gekostet. Wie die Polizei in Bophut mitteilt, hantierte der Samuianer im Mai mit einer selbstgefertigten elektrischen Angelrute an einem Weiher hinter dem Santiburi Country Club Maenam. Diese Art, mit Elektroschocks Fische zu fangen, wird bei Thais immer öfter angewandt. Bei wissenschaftlichen Erhebungen zur Ermittlung von Fischbeständen ist diese Technik durch die hohen Sicherheitsvorkehrungen problemlos. In Maenam fanden die Ermittler hingegen eine Angelrute, deren 100 Meter lange Schnur direkt mit der Steckdose eines benachbarten Hauses verbunden war. Bei der Berührung mit dem Wasser erlitt der Hobbyfischer sehr wahrscheinlich einen tödlichen Stromschlag. Laut Zeugen befand sich der 31-Jährige in Begleitung von Bekannten. Diese suchten nach dem Unfall eiligst das Weite und überließen ihren Kameraden seinem Schicksal.
• • •
Ein Russe verliert 2,4 Millionen Baht
Sein stümperhaftes Finanzgebaren ist einen russisch-stämmigen Auswanderer auf Koh Samui teuer zu stehen gekommen. Ende Mai wurde der Mann nachts in seinem Luxushaus in Bang Por von zwei Einbrechern beraubt: 2,4 Millionen Baht hatte er in einem Laptopkoffer verstaut und damit gut informierte Räuber auf den Plan gerufen. Mit Hilfe eines Taxifahrers soll der Russe am gleichen Tag den enormen Geldbetrag bei verschiedenen Banken auf der Insel mit Travellerschecks eingetauscht haben. Das Geld benötigte er für eine Transaktion am Folgetag – doch dazu kam es nicht mehr. Als der Russe in seinem neuen Heim Ruhe suchte, hatten zwei thailändische Eindringlinge andere Pläne und den dicken Reibach im Visier. Ein unmaskierter Thai hielt den Russen mit einer Pistole in Schach, während ein vermummter Komplize zielgerichtet die Geldtasche suchte und fand. Danach verschwanden die beiden mit ihrer Riesenbeute. Die Polizei überprüfte nach der Anzeige des Russen unter anderem auch den Taxifahrer, der energisch jegliche Beteiligung bestreitet. Liz Luxen, die in Lamai einen Service für in Not geratene Ausländer betreibt, kann über die unglaubliche Naivität des Russen nur den Kopf schütteln. „Wie kann man mit einem Fremden bei verschiedenen Banken so viel Geld tauschen und die gesamte Summe bei sich Zuhause bunkern?“ Sie rät dringend, große Geldgeschäfte prinzipiell direkt in der Bank abzuwickeln und niemals so viel Bares im Privatheim aufzubewahren.
• • •
Raja-Fähre schneller und moderner
Der Fährbetreiber Raja hat mit seinen neu angeschafften Schiffen die Fahrtzeit zum Festland um 15 Minuten verkürzt. Statt eineinhalb Stunden benötigen zwei der gebraucht gekauften Fähren nur eine Stunde und 15 Minuten. Auch der Komfort auf den Booten ist besser geworden – sehr zur Freude der Gäste. Im Wettbewerb mit der Seatran-Fähre hat das Transportunternehmen in Lipa Noi Boden gutgemacht.
• • •
Swiss Magic Bistro nun auch in Ban Bang Rak
Schweizer Magie auf gastronomische Art gibt’s ab sofort auch in Ban Bang Rak. Das „Swiss Magic Bistro“ hat auf dem Vorplatz der früheren Postdienststelle ein kleines, aber feines Lokal eröffnet. Das Konzept des seit Jahren bekannten gleichnamigen Restaurants in Chaweng wurde nach Bang Rak übernommen – nur ist hier alles kleiner und überschaubarer. In der neuen Zweigstelle des „Swiss Magic Bistro“ in Ban Bang Rak herrscht eine gemütliche Bistro-Atmosphäre. Die Preise sind günstig und die Karte bietet fast alles, was das Herz begehrt. Das Lokal ist täglich ab 17 Uhr geöffnet. Tel.: 081-580.4347, Adresse: 33/37 Moo 7, Ban Bang Rak, Big Buddha Beach.
• • •
|