Krungthai bereitet Einsatz von Funkchips vor
Kreditkarte wird berührungslos gelesen RFID auch in der Shrimps-Industrie
Mit Kreditkarten, in die Funk-Chips integriert sind, will Thailands grösstes Kreditkarten-Unternehmen Krungthai Card Plc. neue Kunden gewinnen. Die ersten „No-Touch-Cards“ sollen im neuen Jahr getestet werden.
In die Karten sind RFID-Chips integriert, die ein Signal aussenden, das die Karte identifizierbar macht. Dadurch ist es möglich zu bezahlen, indem die Karte einfach an speziellen Leseempfangsgeräten vorbeigeschwenkt wird, die sich etwa an Zapfsäulen, Fast-Food-Restaurants oder Supermarktkassen anbringen lassen. „Der Kunde muss keinen Beleg mehr unterschreiben, die Touch-and-go-Zahlung ist einfacher und bequemer“, erläutert ein Unternehmenssprecher.
RFID oder Radio Frequency Identification (engl. für Funk-Erkennung) ist eine Methode, um Daten auf einem Transponder berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können. Dieser Transponder kann an Objekten angebracht werden, welche dann anhand der darauf gespeicherten Daten automatisch und schnell identifiziert werden können. Die Datenübertragung zwischen Transponder und Lese-Empfangs-Einheit findet dabei mittels elektromagnetischer Wellen statt.
RFID-Etiketten, die Nachfolger der Barcodes, können deutlich mehr Informationen tragen und sind zudem noch einfacher auszulesen. Der Einzelhandel verspricht sich neben der Diebstahlsicherung auch die Beschleunigung von logistischen Prozessen. Doch Datenschützer haben erhebliche Bedenken, dass Kunden mit Hilfe dieser Chips ausspioniert werden.
Nicht nur die Tochtergesellschaft der Krung Thai Bank stellt auf die neue technische Infrastruktur um. Auch zwei namhafte Shrimps-Exporteure werden RFID einsetzen. Die Pioniere heissen Charoen Pokphand Foods (CPF) und Chanthaburi Frozen Food. Beide Unternehmen investieren rund zehn Millionen Baht und wollen mit RFID den Produktionsprozess verbessern, die Abläufe beschleunigen und die Qualität erhöhen. Thailand ist grösster Produzent und Exporteur von Garnelen und hat im Vorjahr rund 240.000 Tonnen Shrimps im Wert von 67,3 Milliarden Baht abgesetzt. Die wichtigsten Abnehmer sind die USA, Japan und die EU-Staaten. |