Kontaktlostechnologie im Zahlungsverkehr gewinnt an Fahrt
Giesecke Devrient bietet elektronische Geldbörse in Thailand an
Der internationale Technologiekonzern Giesecke Devrient (G D) mit Sitz in München liefert Chipkarten an die Thai Smart Card Group (TSC), ein Joint Venture der weltweit agierenden Supermarktkette C.P. Seven Eleven PCL, des Telekommunikationsdienstleisters True PCL, und führender Banken wie der Krung Thai Bank, der Bank von Ayudhya, der Government Saving Bank, der Siam City Bank und der Krung Thai Card. Die speziell für den thailändischen Markt entwickelte Dual Interface Chipkarte dient als elektronische Geldbörse. Sie verfügt über eine kontaktbehaftete und eine kontaktlose Datenschnittstelle und ist mit einem Java-Betriebssystem ausgestattet. Die Karte bietet neben der elektronischen Geldbörse auch Bonusprogramme an und kann zudem künftig als elektronisches Ticket im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Seven Eleven Kunden können mit dieser Karte künftig schneller und bequemer bargeldlos bezahlen.
Landesweit werden in Thailand ab Oktober 2005 in allen rund 3.000 Geschäften der Seven Eleven-Kette Chipkarten mit Kontaktlostechnologie ausgegeben. Herausgeber sind entweder TSC oder deren Partner, wie Seven Eleven und führende Banken. Mit der Ausgabe der Karte soll erreicht werden, dass die Kunden kleinere Beträge künftig nicht mehr mit Bargeld, sondern mit ihrer Karte zu zahlen. „Durch die Umstellung auf Chipkarten mit elektronischer Geldbörse wird für unsere Kunden das Bezahlen künftig schneller und bequemer. Ausserdem bringt der Einsatz von Chiptechnologie mehr Sicherheit in die Geschäfte“, begründet Chalermchai Chatchaiganan, Geschäftsführer der TSC Group, die Einführung der Karten. Von der Umrüstung auf die bargeldlose Kartenzahlung erhofft sich Seven Eleven vor allem einen Rückgang bei den Überfällen auf die Geschäfte.
Die Einführung von Mikroprozessorkarten in den Seven Eleven Shops ist jedoch erst der Anfang. Chalermchai Chatchaiganan, Geschäftsführer der TSC Group, geht davon aus, dass mehr als 20 grosse Handels- und Konsumgüterketten dem Beispiel von Seven Eleven folgen und auf Chipkarten umrüsten werden - und zwar von Fast-Food-Restaurants über Filmtheater, Warenhäuser bis hin zum öffentlichen Nahverkehr, wie dem Skytrain in Bangkok. Die Anzahl der Kunden, die im ersten Jahr auf die Karte umsteigen werden, schätzt er auf etwa 1.000.000. Bereits nach fünf Jahren rechnet er mit mehr als fünf Millionen Kartennutzern.
Die Einführung der kontaktlosen Zahlungsverkehrskarten bringt den Seven Eleven Shops nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Komfort für den Kunden. Durch den Einsatz von Kontaktlostechnologie gehören lästige Warteschlangen an den Kassen künftig der Vergangenheit an. Vorteile bietet dieses Kartenprojekt aber nicht nur dem Kunden oder dem Kassierer des jeweiligen Geschäfts. Den Finanzinstituten erlaubt es zudem, Erfahrungen mit einer neuen Technologie im elektronischen Zahlungsverkehr zu sammeln. „Das Projekt ist deshalb so interessant für Thailands Banken, da der Umstieg von Magnetstreifenkarten auf EMV-Chipkarten bereits in Planung ist“, erläutert Donald MacDonald, Geschäftsführer der asiatischen Tochter von G D, „durch die enge Zusammenarbeit mit der TSC Group hat sich G D in Thailand bereits einen guten Namen erworben. Das Unternehmen wird für seine technologische Kompetenz und seine professionelle Unterstützung bei der der Einführung der Kartenlösung sehr geschätzt.“ so MacDonald.
Giesecke Devrient (G D) ist Technologieführer bei Smart Cards und Anbieter chipkartenbasierter Lösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Gesundheit, Identifizierung, Transport sowie IT-Sicherheit (PKI). G D ist zudem führend in der Herstellung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten sowie in der Banknotenbearbeitung.
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