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Thailand Info · Allgemeine Informationen über Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Aktuelle Thailand Infos und News

Malaria - Informationen über Krankheiten und Impfstoff

Vor dem Urlaub den Impfschutz überprüfen und auffrischen

Zu den häufigsten Reiseerkrankungen gehört die Malaria. Die Zahl der pro Jahr neu auftretenden Malariafälle wird weltweit auf rund 100 Millionen geschätzt. Dabei gehört die ganze Region von Südostasien zu jener großen Malariaregionen, wo auch die Malaria tropica auftritt, die als die gefährlichste Malariaart gilt. Ihre Brutstätten sind überwiegend Wald- und Sumpfgebiete sowie Regionen in Flussnähe.

Das Hauptproblem der Malaria ist die Resistenzentwicklung des Malariaerregers. Das bedeutet, dass trotz einer prophylaktischen (vorbeugenden ) Einnahme der erforderlichen Medikamente die Infektion übertragen werden kann. Ein weiteres sind die unberechenbaren Bedingungen in den Malariagebieten, die sich ständig ändern können. Eine relativ freie Malararegion kann schon im nächsten Jahr zu einem Malariagebiet werden. Ausrottungsversuche weltweiter Forschungsinstitute waren bisher erfolglos. Um sich gegen Malaria zu schützen, helfen gegenwärtig nur Vorsorgemaßnahmen.

Dazu gehört es, dass man Mückensprays wie Baygon, Raid oder OKO anwendet und unter einem intakten Moskitonetz schläft, wenn man sich in einem Malariagebiet aufhält. Selbst das kleinste Loch sollte mit Klebeband abgedichtet werden. Besser jedoch ist das kaufen eines neuen Moskitonetzes. Moskitoschutz vor Türen und Fenster sind eine weitere sinnvolle Schutzmaßnahme. Helle langärmelige Kleidung, vor allem in der Dämmerung anziehen und freie Körperpartien mit Anti-Moskito-Lotion (z.B. Autan, Bonomol, Kik) einreiben. In Räumen mückenabschreckende grüne Rauchspiralen einsetzen. Diese brennen bis zu 8 Stunden stinken aber fürchterlich! In Thailand gibt es für Räume auch elektrische Mückenvernichter. Mückenabweisendes Mittel heißt in Thailand (jah tah gan jung) jung=Moskito. Das sich Moskito bei laufenden Ventilatoren und niedrigeren Temperaturen nicht so wohlfühlen kann ich nicht bestätigen.

Drei Malaria arten unterscheiden die Mediziner : die Malaria tertiana, bei der die Patienten regelmäßig alle 48 Stunden von Fieberanfällen geschüttelt werden, die Malaria quartana mit Anfällen alle 72 Stunden und die Malaria tropica. Die Malaria tropica wird im Anfangsstadium leicht mit einer heftigen Grippe verwechselt. Ein Irrtum, der tödlich sein kann. Die Krankheit muss innerhalb der ersten Woche nach Fieberausbruch sachgemäß behandelt werden, sonst bestehen geringe Überlebenschancen.

Was passiert bei einer Infektion?

Ein winziger, blutsaugender Moskito-besser bekannt als die Anopheles-Mücke, ist der Überträger dieser Krankheit. Dabei überträgt ein Stich den Erreger (Plasmodium) auf den Menschen. Die Anopheles-Mücke sticht am liebsten in der Zeit vom Beginn der Dämmerung bis Sonnenaufgang. Durch den Moskitostich schleust die infizierte Mücke Plasmodien in die Blutbahn. Mit dem Blut kommen die in die Blutbahn. Mit dem Blut kommen die Erreger in die Leber. Dort vermehren sie sich binnen kurzer Zeit und befallen die roten Blutkörperchen. Durch dieses Infektionsstadium wird die Vermehrung der Erreger nochmals gesteigert. Im Endstadium platzen die infizierten Blutkörperchen und es kommt zu heftigen Fieberanfällen.

Beim klassischen Malariaanfall tritt zunächst Schüttelfrost auf (Dauer etwa 1 Stunde), dann steigt die Temperatur rasch auf 40-41 Grad an, es entsteht ein Fieberstadium von 2-6 Stunden, worauf ein Schweißausbruch erfolgt. Danach erfolgt ein Abklinken des Anfalls, bis unerwartet der nächste Anfall einsetzt. Bei schwerer Malaria tropica kann es jedoch zu Kreislaufstörungen mit Kollaps sowie zu schweren Bewusstseinsstörungen ohne Fieber kommen. Eine Behandlung ist dann schnellsten einzuleiten. .Das Risiko einer Infektion in einer Großstadt wie Bangkok ist weitaus geringer als in den ländlichen Gebieten, aber auch nicht ganz ausgeschlossen. Die allgemeine Aussage, dass in Urlaubsgebieten mit guten Hotels eine Infektionsgefahr ausgeschlossen werden kann , sollte nicht geglaubt werden!

Jeder Urlauber sollte sich vorher gut beraten lassen, wobei nur wenige Ärzte korrekte Prophylaxeempfehlungen weitergeben. Eine gewissenhafte Empfehlung wäre immer eine Vorbeugung durch eine Prophylaxemedikament. Wegen der Möglichkeit von resistenten Erregern sollte immer ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt geführt werden, ob eine zusätzliche Einnahme von Präparaten zu empfehlen ist. Auch sollte die individuelle Verträglichkeit mit ihrem Arzt vorher genau abgeklärt werden, und dass eine Einnahme bereits vor Abreise notwendig ist.

Empfohlen wird folgende Prophylaxe: Lariam (Mefloquin), oder Chloroquin plus Proguanil. Informieren Sie sich auch in ihrer Apotheke über diese Mittel und insbesondere über deren Nebenwirkungen, die nicht unterschätzt werden dürfen!. Sehr gute Informationen erhalten sie auch in den Tropeninstituten in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg, München, Tübingen und Würzburg. Wichtig: Malaria tropica ist resistent gegen Resochin! Somit hilft es nur gegen die anderen Formen von Malaria.

Schnelltest

Wer nach Hause kommt und unsicher ist, kann den sogenannten Mala-Quick-Schneltest in der Apotheke erhalten. Anhand eines Bluttropfens kann man in ca. 10 Minuten feststellen, ob es Symptome durch einen Malariaerregers gibt. Sofern ja, sollten sie schnellstens ein Krankenhaus informieren und sich für die weiteren Schritte beraten lassen.

Malaria-Gefährdung in Thailand...

Meldungen über Vogelgrippe oder die Lungenseuche SARS beunruhigen viele Reisende. Dabei sind Touristen davon kaum oder gar nicht betroffen. Anders ist das mit Infektionskrankheiten wie Malaria oder Hepatitis. Doch viele Krankheiten, die man sich auf Thailandreisen holen kann, können durch Vorsorge vermieden werden.

Aber wer denkt schon bei Urlaub an Krankheiten. Und nur wenige Länder schreiben einen bestimmten Impfschutz vor. Doch auf solche Auskünfte im Reisebüro sollte man sich nicht verlassen. "Dass in einem Land keine Impfungen vorgeschrieben sind, heisst nicht, dass das Land keine Gefahren birgt", warnt Dr. Burkhard Rieke vom Centrum für Reisemedizin.

Ausserdem gilt die Vorsicht bei Reisen nicht nur für ferne und tropische Länder. Rieke: "Egal ob man nach Österreich oder nach Thailand fährt, man sollte sich immer über Gesundheitsrisiken informieren." Denn auch in Österreich oder Skandinavien lauern Gefahren - in Form von Zecken. Bei Wanderungen läuft man dort durchaus Gefahr, sich eine FSME-Hirnhautentzündung zu holen.

Ideal ist, wenn der Urlauber zwei Monate vor Reisestart einen Arzt aufsucht. Die Klassiker bei den Reiseimpfungen sind, je nach Reiseziel, Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und natürlich die Malaria-Prophylaxe. Auch der allgemeine Impfschutz (Tetanus, Diphtherie, Polio) sollte vor einer Reise auf den Stand gebracht werden. Die Kosten für Reiseimpfungen muss der Patient selbst tragen, der Typhus-Impfstoff kostet etwa 15 Euro, Malaria-Prophylaxe liegt bei 50 Euro. Beim Arzt können dann auch etwaige Komplikationen wegen Vorerkrankungen (Asthma, Herzerkrankungen) oder die Gefahr einer Reisethrombose bei langen Flügen geklärt werden.

Auch wer "last-minute" reist, sollte sich gegen Krankheiten schützen, eine kurzfristige Impfung ist besser als gar keine. Auf der Reise selbst ist umsichtiges Verhalten geboten, vor allem in Ländern, in denen der Hygiene-Standard nicht allzu gut ist. Bei den Mahlzeiten lautet der Rat der Fachleute "Cook it, peel it or forget it" - kochen, schälen oder gar nicht essen.

Malaria und das Medikament Lariam

Thailand-Reisende, die sich nicht nur in Touristenzentren aufhalten, sollten auf ausreichenden Mückenschutz achten und nach Absprache mit einem Arzt Anti-Malaria-Medikamente einnehmen.

Ein hohes Malaria-Risiko besteht im nordwestlichen Grenzgebiet zu Burma, Provinz Tak sowie in der Provinz Trat im südöstlichen Grenzgebiet zu Kambodscha.

Ein geringes Malaria-Risiko besteht in den Waldgebieten der zentralen, nördlichen und östlichen Landesteile.

Bei Aufenthalt von mehr als 7 Tagen: übrige Gebiete (inklusive Tak und Trat mit einem Aufenthalt von weniger als 7 Tagen), Küsten, goldenes Dreieck, Khao Sok National Park.

Malariafrei:

Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Pattaya, Phuket, Samui, zentrale gebiete in der Nordhälfte des Landes

Lotion und lange Kleidung sind die beste Vorbeugung

Wie schützt man sich am besten vor Malaria? Diese Frage stellen sich jedes Jahr Tausende Tropenurlauber. Die Ärzte sind sich einig: Der wirksamste Schutz ist, gar nicht erst gestochen zu werden. Doch nicht immer reichen Mückenschutzlotion und lange Kleidung aus, um eine Ansteckung mit der gefährlichen Infektionskrankheit zu verhindern. In vielen Ländern ist die Einnahme von Medikamenten unabdingbar, in Thailand vorwiegend in den Grenzgebieten im Norden und Osten.

Lariam ist seit 15 Jahren eines der am häufigsten verschriebenen Malaria-Medikamente. Zwar gilt das Präparat mit dem Wirkstoff Mefloquin nach wie vor als eines der wirksamsten Mittel, doch die Liste der Nebenwirkungen ist lang. Immer wieder klagen Patienten über lebhafte Träume, Sensibilitätsstörungen, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Angstzustände und Depressionen.

Malariamittel vorbeugend einnehmen

Lariam: Was muß der Hausarzt vor der Verschreibung dieser Malariatabletten wissen?

Durchgemacht Epilepsie und psychiatrische Krankheiten. Arztgespräch nötig! Berufliche und sportliche Tätigkeiten, die räumliches Sehen und Feinmotorik erfordern wie zum Beispiel Chauffeure, Piloten, Taucher, Kranführer, Lokomitivführer...

Einnahme von (gewissen) Blutdrucktabletten (Betablockern): Hausarzt fragen.  Die ersten 3 Schwangerschaftsmonate, Stillen.

Beginn der Tabletteneinnahme: 7-8 Tage vor Abeise

Dosierung für Erwachsene:
1 Tbl Lariam oder 1 Tbl Mephaquin 1 Mal pro Woche

für Kinder:
35-50 ->(55-60)kg 3/4 Tbl Lariam /Mephaquin 1 Mal pro Woche
20-30 kg 1/2 Tbl Lariam/ Mephaquin 1 Mal pro Woche
15-20 kg 1/4 Tbl Lariam / Mephaquin 1 Mal pro Woche
5-15 kg 5mg Mefloquin pro KG Körpergewicht

Ende der Tabletteneinnahme:

4 Dosen nach Rückreise. Tabletten immer nach dem (Abend-) Essen einnehmen!

WICHTIG: Während und in den 2 Monaten nach der Einnahme von Lariam oder Mephaquin sind Massnahmen zur Verhütung einer Schwangerschaft zu treffen! Für Frauen wichtig: Schwangerschaftsverhütung fortsetzen. Die Antibabypille darf zusammen mit Lariam oder Mephaquin eingenommen werden.

Last Minute, Last second Reisen: Hausarzt, eine Impfstelle oder Apotheker aufzusuchen für "Loading Dose"...

Tag 3 vor Abreise: 1 Tbl Lariam / Mephaquin
Tag 2 vor Abreise: 1 Tbl Lariam / Mephaquin
Tag 1 vor Abreise: 1 Tbl Lariam / Mephaquin

Dann wöchentlich eine 1 Tbl Lariam oder Mephaquin bis 4 Wochen nach Rückkehr.

Alternative Medikamente

Als Alternative zu Lariam bieten sich Resochin und Paludrine an. Lange Zeit galt die Kombination beider Mittel als hochwirksamer Schutz gegen Malaria. Mittlerweile haben sich jedoch vielerorts Resistenzen dagegen gebildet.

Tropenärzte verschreiben deshalb immer öfter eines der neuen Medikamente: Malarone und Riamet. Ersteres eignet sich sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Malaria. Ausschliesslich zur Therapie geeignet ist Riamet.

In Gebieten mit eher geringem Malaria-Risiko wie Thailand gehen die Tropenärzte verstärkt dazu über, auf medikamentöse Prophylaxe ganz zu verzichten und nur so genannte Stand-by-Präparate zu verschreiben. Diese werden nur im Falle einer Erkrankung, aber dann in einer hoher Dosis eingenommen.

Symptome genau beobachten oder gleich zum Arzt

Schmerzen, Hautausschlag, Fieber - Urlaubskrankheiten haben viele Gesichter. Nach einem Aufenthalt im tropischen Thailand sollten Symptome ernst genommen werden. Denn es kann Lebensgefahr bestehen.

Experten wissen: Die hoch ansteckende Hepatitis A und Malaria tropica zählen zu den häufigsten unerwünschten Urlaubsmitbringseln. Je 1.000 Fälle werden Jahr für Jahr in Deutschland gemeldet. Auch das Dengue-Fieber wird zu einem immer grösseren Problem. Selbst Typhus ist keine Seltenheit. "Im Schnitt erkrankt einer von 3.000 Fernreisenden daran", sagt Gerd Burchard vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Gemeinsam sind den Krankheiten ihre langen Inkubationszeiten. Während der Hepatitis-A-Virus bereits nach acht bis zehn Tagen ausbricht, kann es bei Malaria schon einmal bis zu drei Monaten dauern. Auch wer sich Typhus eingefangen habe, bekommt dies erst nach 10 bis 14 Tagen zu spüren.

Neben Erkrankungen durch Viren und Parasiten können tropische Durchfälle zu Hause für böse Überraschungen sorgen: Keime wie Salmonellen, Amöben und Lamblien benötigen bis zu zwei Wochen, bevor sie sich im Körper einnisten.

Wer sich nach einem Auslandsaufenthalt krank fühlt, sollte die Symptome genau beobachten. Fieber und Blut im Stuhl sind Alarmzeichen für eine ernste Tropenerkrankung. Der Betroffene sollte umgehend seinen Arzt aufsuchen.

Wichtig ist dabei, dass der Patient den Arzt über seinen Urlaub aufklärt und ihm nichts verschweigt. Tropische Infektionen können lebensbedrohliche Komplikationen mit sich bringen wie Bauchfellentzündung, akuten Darmverschluss, Herz-Kreislauf-Störungen und Entzündungen der inneren Organe. Auch Todesfälle sind keine Seltenheit.

Weitere Informationen:

Infos zu einzelnen Ländern gibt’s im Internet unter www.crm.de, www.travelmed.de, www.fit-for-travel.de   oder beim ADAC unter Telefon 089/76 76 77.

 
 
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