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Thailand Info · Allgemeine Informationen über Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Aktuelle Thailand Infos und News

SIM-Karten nur noch gegen Vorlage eines Ausweises erhältlich...

Das zumindest ist der Plan der Regierung, die den Kauf von SIM-Karten für Mobiltelefone davon abhängig machen will, dass die Käufer einen Personalausweis oder einen Reisepass vorlegen.

Darüber hinaus müssen alle thailändischen und ausländischen Besitzer von Mobiltelefonen, die mit SIM-Karten betrieben werden, innerhalb der nächsten sechs Monate ihre Telefonnetzbetreiber mit Ausweis oder Reisepass über ihre persönlichen Daten informieren.

Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sagte, das Ministerium für Informationstechnologie habe sich mit der Nationalen Telekommunikationskommission darüber beraten, wie man den Verkauf von SIM-Karten kontrollieren könnte, seit diese Art von Telefonen in letzter Zeit sehr häufig verwendet wird, bei Anschlägen im Süden des Landes Bomben damit zu zünden.

Über die Maßnahme einigte man sich während einer Besprechung, an der Vertreter aller Sicherheitsorgane und aller Tele-fonnetzwerkbetreiber teilnahmen.

Bisher konnte jede Person in jedem 24-Stunden-Laden eine SIM-Karte erwerben, ohne sich deshalb ausweisen zu müssen. Doch aufgrund dessen, dass sie so leicht erhältlich sind, sind diese Karten leider auch für illegale Zwecke benutzt worden. Die in den südlichen Provinzen aktiven separatistischen Aufständische zünden nämlich Bomben mit Mobiltelefonen, die mit SIM-Kar-ten betrieben werden.

Die Regierung hat gewarnt, dass sie Tele-fonanschlüsse stilllegen werde, wenn die Benutzer sich nicht innerhalb der gesetzten Frist registrieren lassen.

Thaksin warnte jedoch, dass die Registrierung der verkauften SIM-Karten nicht die Privatsphäre der Telefonbenutzer verletzen dürfe. Er sagte, dass von thailändischen Ausweisen nur die 13-stellige Seriennummer kopiert werden dürfe, die in einem Computer gespeichert wird, um gegebenenfalls nachprüfen zu können, wer eine bestimmte SIM-Karte gekauft hat.

Er sagte, die Regierung müsse eine Möglichkeit haben, Leute, die Bombenanschläge verüben, so schnell wie möglich festnehmen zu können. Er betonte ausdrücklich, dass die Maßnahme nur Sicherheitszwek-ken dienen werde.

Der stellvertretende Ministerpräsident Chaturon Chaisaeng sagte, man solle sich in Bezug auf die Registrierung von SIM-Karten nicht allzu große Sorgen um die Rechte der Verbraucher machen, doch Telefon-netzwerkbetreiber bestehen darauf, dass die Maßnahme gesetzlich abgesichert werden müsse.

Sie sagten, sie können nicht verlangen, dass ihre Kunden ihnen ihren Ausweis oder Reisepass vorlegen, solange es kein Gesetz gibt, das ihnen das Recht dazu erteilt.

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Abhisit Vejjajiva, sagte, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden, um den Missbrauch persönlicher Informationen, die in den Personalausweisen enthalten sind, zu verhindern.

Eine Quelle innerhalb der Sicherheitskräfte gab in diesem Zusammenhang zu be-denken, dass separatistische Aufständische in mindestens acht Bezirken der Provinzen Yala, Narathiwat und Songkhla sich des ma-laysischen Telefonnetzes bedienen könnten, um Bombenanschläge auszuführen.

Damit würde der Vorschlag der thailändischen Regierung, SIM-Karten zu registrieren, keinerlei Wirkung mehr haben. Attentäter könnten mit dem malaysischen Telefonsystem arbeiten, und weiterhin im tiefen Süden Bomben mit Mobiltelefonen zünden.

Die acht Bezirke, in denen malaysische Telefonsignale empfangen werden können, sind Tak Bai, Sungai Kolok, Wang, Sun-gai Padi und Sukhirin in Narathiwat, Betong in Yala sowie Sadao und Hat Yai in Songkhla.

Die Quelle sagte, es habe nicht viel Zweck, den Verkauf der örtlich erzeugten SIM-Karten zu regulieren, wenn im Ausland hergestellte Karten ohne weiteres erhältlich sind und gegebenenfalls für die gleichen mörderischen Zwecke verwendet werden können.

 
 
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