Pilotenschule am Flughafen Sukhothai
Bangkok Airways-Präsident: “Ein weiterer Exportschlager für Thailand”
Derzeit belebt sich der Flugplatz Sukhothai nur viermal am Tag. Jedes Mal landen oder starten 35 Kilometer von der Stadt entfernt Turboprob-Maschinen der Bangkok Airways. Die ATR 72-200 bringen der historischen Stätte Sukhothai Besucher oder holen Touristen nach Besichtigung des Weltkulturerbes ab. Spätestens Ende des Jahres soll sich das Flugfeld beleben. In direkter Nähe des Airports ist eine Ausbildungsstätte für in- und ausländische Piloten geplant.
Bangkok Airways, die vor Jahren den Airport errichtete, will die Schule gemeinsam mit Flight Training Services International (FTSI) betreiben. Bei der Ausbildung von Piloten sehen beide Partner in der asiatischen Region einen grossen Bedarf. Mit der Zunahme des Luftverkehrs, vor allem dem Boom der Billigairlines, fehlen allenthalben Piloten. Die Bangkok Airways schätzt deren Zahl in den nächsten drei Jahren auf 7.000, davon allein 4.000 in der Volksrepublik China. Weltweit soll der Bedarf an bestens ausgebildeten Frauen und Männern bis zum Jahr 2024 bei 18.000 liegen.
Die private Fluggesellschaft und FTSI mit Sitz im amerikanischen Miami wollen über ein Joint Venture und mit einer Finanzspitze von 500 Millionen Baht die Bangkok Flight Academy (BFA) gründen. Die Schule mit Unterkünften für die Piloten, Hangars und allen für eine Ausbildung erforderlichen Geräten soll auf einem 50 Rai grossen Areal errichtet werden. Für das Training wollen die Investoren 25 einmotorige Maschinen und zwei kleine zweimotorige Flugzeuge kaufen.
Später soll ein Flugsimulator für Airbus-Maschinen A 319/ A 320 hinzukommen. Diese Flugzeuge werden in der Region von zahlreichen Airlines auf Kurzstrecken eingesetzt, auch von der Bangkok Airways. Sie hat insgesamt acht A 319s und zwei A 320s bestellt.
Amerikaner und weitere international anerkannte Ausbilder sollen ab November nach dem Commercial Airline Pilot Training unterrichten, natürlich auf Englisch. Die BFA wird mit 240 Schülern beginnen, hofft aber künftig auf jährlich 400 Absolventen. Sie gibt die Gebühr für ein zwölfmonatiges Training mit zwei Millionen Baht an.
“BFA kann ein weiterer Exportschlager für Thailand werden”, glaubt der Gründer und Präsident der Bangkok Airways, Prasert Prasarttong-Osoth. Dafür soll das Lehrer-Schüler-Verhältnis von 1:6 ein Garant sein.
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